Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Raiffeisen: Landwirte übernehmen Getreide-Silos

Die Silos sind bereit für den Abtransport.
Die Silos sind bereit für den Abtransport.

Auf dem ehemaligen Raiffeisengelände in der Bahnhofstraße werden seit dieser Woche Getreide-Silos demontiert. Ein Anzeichen dafür, dass der Verkauf des Grundstücks an die Stadt perfekt ist?

Stadtbürgermeister Jochen Hartloff dementiert und gibt sich trotzdem optimistisch: „Landwirte aus der Region haben die Silos gekauft. Das war schon länger geplant und hat mit unseren Plänen für das Gelände nichts zu tun.“ Hartloff glaubt dennoch an eine baldige Einigung mit der Raiffeisen-Zentrale in Köln: „Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum 7. Juli das Okay haben.“ Zu diesem Termin findet die letzte Sitzung des Verbandsgemeinderates Kusel-Altenglan vor der Sommerpause statt. Das Gremium muss dem von Hartloff ins Gespräch gebrachten Geländetausch noch zustimmen.

Der Plan sieht vor, die neue Feuerwache der Verbandsgemeinde nicht wie vorgesehen auf dem einstigen Molkerei-Gelände in der Lehnstraße zu errichten, sondern auf dem Raiffeisen-Grundstück, das eine bessere Verkehrsanbindung hat. Hartloff sieht auf der Fläche in der Lehnstraße, die die Verbandsgemeinde gekauft hatte, mehr Potenzial für Wohnbebauung. Deshalb will er das Raiffeisen-Gelände für die Stadt kaufen.

Zusage an die Feuerwehr

Die Verbandsgemeinde hat dem möglichen Grundstückstausch zugestimmt, drückt aber auf das Tempo. Die Feuerwache am Hofacker ist nicht mehr zeitgemäß. Die Feuerwehr fordert schon lange einen Neubau und hat dafür auch von der Kommunalpolitik eine Zusage.

Für das Raiffeisen-Gelände ist ein Wertgutachten angefertigt worden. Die Genossenschaft hatte sich Ende 2019 aus der Kuseler Innenstadt zurückgezogen. Die Abrisskosten sind mit 200.000 Euro kalkuliert. Die Villa auf dem Gelände, früher Sitz der Raiffeisen-Kasse, soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Das 6800 Quadratmeter große Grundstück ist in das bestehende Stadtsanierungsgebiet aufgenommen worden. Der Neubau der Feuerwehr soll rund sieben Millionen Euro kosten.

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