Lauterecken Prüfstatik zu stillstehendem Mensa-Bau: Keine weiteren Bohrpfähle erforderlich

Noch wuchert das Unkraut: Nach neuer Berechnung soll eine verstärkte Bodenplatte den Mensa-Bau tragen.
Noch wuchert das Unkraut: Nach neuer Berechnung soll eine verstärkte Bodenplatte den Mensa-Bau tragen.

Der Stillstand an der Mensa-Baustelle in Lauterecken könnte demnächst ein Ende finden. Die Prüfstatik sei abgeschlossen, hat Bürgermeister Andreas Müller in der Verbandsgemeinderatssitzung informiert. Auf Nachfrage der RHEINPFALZ teilt Büroleiter Christian Sauer mit: Die bereits gesetzten Bohrpfähle seien ausreichend für die Gründung des neuen Gebäudes. Es war befürchtet worden, dass neue Pfähle erforderlich würden. Das sei nicht der Fall, betont die Verwaltung.

Vor gut drei Jahren sind die 30 Pfähle eingebohrt worden. Kurz nachdem im April 2021 die Bodenplatte gegossen war, wurde der Bau gestoppt. Denn die Pfahlgründung reiche nicht aus für das damals geplante Gebäude mit Mensa und zwei Grundschul-Klassenräumen. Es hatte Abstimmungsfehler gegeben und sie beruhte auf einer früheren Planung mit leichterer Holzbalkendecke als der dann vorgesehenen Betondecke. Anwälte wurden eingeschaltet. Überlegungen wurden angestellt, wie Gewicht eingespart werden könnte.

Zusätzliches Stockwerk, neue Tragwerksplanung

Eigentlich sollte der Bau zum Beginn des Schuljahres 2021/2022 fertig sein. Seitdem sind zwei Klassen ausgelagert. Neue Prognosen zu Schülerzahlen zeigten dann, dass noch mehr Klassensäle gebraucht werden. Mindestens zehn oder gar zwölf Klassen für die Grundschule werden erwartet.

Also wurde die Planung um eine Etage und zwei Räume aufgestockt. Deswegen musste die Tragwerksplanung erneuert werden. „Weitere erforderliche Lastkapazitäten werden durch den Einbau einer verstärkten Bodenplatte erreicht“, informiert die Verwaltung. Diese zusammen mit den Bohrpfählen reiche aus, „um den rechnerischen Standsicherheitsnachweis zu führen“.

Während der Bau still stand, sind die Baukosten enorm gestiegen – inzwischen aber auch schon wieder etwas gefallen. Vor einem guten Jahr lag die Planung für das aufgestockte Gebäude bei Kosten von 2,8 Millionen Euro mit einem Anteil der Verbandsgemeinde von 1,8 Millionen Euro.

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