Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Pokalkracher: SV Nanz-Dietschweiler gegen TSG Wolfstein-Roßbach

In der Vorsaison stritten die TSG Wolfstein-Roßbach (in Rot) und der SV Nanz-Dietschweiler (blaue Trikots) um Platz zwei in der
In der Vorsaison stritten die TSG Wolfstein-Roßbach (in Rot) und der SV Nanz-Dietschweiler (blaue Trikots) um Platz zwei in der Bezirksliga. Mit dem besseren Ende für den SV, der in die Landesliga aufstieg. Nun geht es in der ersten Runde des Verbandspokals gleich wieder gegeneinander.

In der letzten Saison noch harte Konkurrenten im Aufstiegskampf in der Bezirksliga, so treffen der SV Nanz-Dietschweiler und die TSG Wolfstein-Roßbach am Sonntag gleich wieder aufeinander. Beide Teams stellen sich auf ein Spiel auf Augenhöhe ein, obwohl inzwischen ein Ligaunterschied besteht.

Die erste Runde des Verbandspokals macht es möglich: Nämlich das Aufeinandertreffen zweier in der Vorsaison konkurrierender Bezirksliga-Aufstiegskandidaten, wobei der eine den längeren Atem bewies. Der frisch aufgestiegene SV Nanz-Dietschweiler muss am Sonntag (16 Uhr) gegen die TSG Wolfstein-Roßbach ran und hofft auf einen besseren Auftakt als noch in der Vorsaison. Beide Teams stellen sich auf ein Spiel auf Augenhöhe ein, obwohl inzwischen ein Ligaunterschied besteht.

Eigentlich müsste angesichts der Vorgeschichte Derbystimmung pur gelten. Doch der Respekt beider Kontrahenten ist groß und von einer Feindschaft kann auch nicht wirklich die Rede sein. Und kein „Rowo“-Anhänger missgönnt den Nanzdietschweilerern den gelungenen Aufstieg in die Landesliga West.

Lange Zeit packender Zweikampf

Lange Zeit lieferten sich die beiden Teams einen packenden Kampf um Rang zwei der Bezirksliga Westpfalz. Und im Schlussspurt zog dann der SV Nanz-Dietschweiler, die Mannschaft unter der Leitung von Spielertrainer Fabian Lauder, vorbei. „Aufgrund ihrer starken Rückrunde war es letztlich verdient“, gibt der geschlagene TSG-Trainer Johannes Schell ehrlich zu.

Doch von „geschlagen“ kann letztlich doch nicht die Rede sein, denn bei allem darf nicht vergessen werden, dass es sich bei der TSG Wolfstein-Roßbach im Vorjahr noch um einen A-Klasse-Aufsteiger handelte. Und dabei ist es zumal lobenswert, dass der Aufstieg zumindest in greifbarer Nähe war. Nun gehen die „Rowos“ als Favorit ins zweite Jahr. Denn trotz des dritten Platzes erzielte die TSG mit 105 Treffern mit Abstand die meisten in der Liga. Und dazu hatten sie am Ende der letzten Saison ein Verletztenproblem. „Uns sind leider die Körner ausgegangen und die Nanzdietschweilerer haben einfach einen guten Job gemacht“, blickt Schell zurück.

Planänderung aufgrund des Pokals

Die größere Kaderbreite kombiniert mit einer beeindruckenden Konstanz bescherte Lauders Mannschaft letztlich den Aufstieg. Denn vor allem nach den beiden Relegationssiegen gegen den SV Winterbach, wovon vor allem der erste sehr deutlich war, schrieben sich die Nanzdietschweilerer stolz auf das Papier der Landesliga-Teilnehmer und zelebrierten dies angesichts dieses Anlasses auch ausgelassen.

Ob Johannes Schell vor Ort sein wird, ist noch unklar. Denn eigentlich war an diesem Wochenende noch ein Testspiel angesetzt. Doch eine Planänderung zog den Pokal vor, und der Urlaub war bereits gebucht. Bis auf zwei weitere Urlauber wird das Trainerteam allerdings aus dem Vollen schöpfen können. Und ein paar Neuzugänge hat es sogleich auch gegeben.

SVN setzt auf den Nachwuchs

Von „neuen“ Mannschaftskameraden kann auch bei den Nanzdietschweilerern gesprochen werden. Doch dabei stammen die „Neuzugänge“ ausschließlich aus den eigenen Reihen. Es wird auf Nachwuchs gesetzt. Auf einige Aufstiegsveteranen muss aber vorerst noch verzichtet werden. Denn die hochintensive Schlussphase sitzt dem ein oder anderen Nanzdietschweilerer noch tief in den Knochen, und die Relegation verkürzte hinzukommend noch die Sommerpause. Die Einsätze von Aaron Stemler und Torgarant Yannick Mahl sind demnach noch mehr als fraglich. Und Schlussmann Joshua Purket fällt weiterhin aus. Doch für ihn wird jungen Rückhalt geben.

Lauder möchte den Fehlstart aus der letzten Saison unbedingt vermeiden. Denn dabei hatte es im Südwestpokal gegen den TuS Schönenberg eine 1:5-Niederlage gegeben. Zurückerinnern mag sich daran keiner. Viel eher schaut die Truppe optimistisch nach vorne. Fußballerisch sieht Lauder beide Mannschaften gleichauf: „Das wird ein 50-50-Spiel, und es wird für beide interessant werden, zu schauen, wo man steht“, erklärt der Spielertrainer. Ähnlich sieht das Schell auf der anderen Seite. „Wir sind auf Augenhöhe, beide können gewinnen“, erklärt er und führt weiter aus: „Wir wollen zu Hause aber natürlich mit einem ersten Pflichtspielsieg starten.“

Die „Rowos“ sinnen auf Revanche

Beide Ligabegegnungen entschieden in der vergangenen Saison die Nanzdietschweilerer für sich. Im Hinspiel war es mit einem recht späten Schlusstreffer in der 80. Spielminute mit 3:2 noch recht knapp. Doch im Rückspiel drehte Lauders Elf noch weiter auf und besiegte die „Rowos“ mit 7:3 vor heimischer Kulisse.

Die TSG hat also noch mindestens zwei – und mit dem nicht geglückten Aufstieg vielleicht sogar gleich drei – Rechnungen zu begleichen. Die Vorfreude ist groß, endlich kann das Kicken wieder losgehen. Und bekanntlich hat der Pokal seine eigenen Gesetze. Man könnte schließlich fast schon von Schicksal sprechen, dass ausgerechnet die besagten Vereine ausgerechnet im ersten Spiel aufeinandertreffen.

Spiele im Verbandspokal

u.a. SG Oberarnbach/Ob.-Ki./Bann - TuS Hohenecken (Sa, 17.30), TuS Finkenbach/Waldgrehweiler - SG Rockenhausen/Dörnbach, SV Gundersweiler - SV Alsenborn, VfL Kaiserslautern - SV Katzweiler abgesagt, VfB Waldmohr - SV Rodenbach, VfB Reichenbach - TuS Schönenberg, TSG Wolfstein-Roßbach - SV Nanz-Dietschweiler, ASV Langweiler/Merzweiler - FC Schmittweiler-Callbach (alle So, 16), FV Kindsbach - FV Ramstein (Di, 19).

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