Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Pläne für ein Gründerzentrum

Beispiel für ein Gründerzentrum in der Westpfalz: das Grips in einer ehemaligen Kaserne in Pirmasens.
Beispiel für ein Gründerzentrum in der Westpfalz: das Grips in einer ehemaligen Kaserne in Pirmasens.

Ein Gebäude für Kleinstunternehmen und Gründer, in dem diese sich nicht nur austauschen können, sondern auch gemeinsame Dienstleistungen vorfinden – das plant die Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan. Und das schon bald.

„Wer mich kennt, der weiß, dass ich ungeduldig bin. Ein Jahr wäre mir daher zu lang“, sagt Wirtschaftsförderer Marcel Keidel. Wenn es nach ihm geht, dann soll spätestens bis Ende des Jahres eine entsprechende Immobilie gefunden, sollen die Verträge unterschrieben sein, um möglichst schnell zu starten.

Die Idee dahinter ist einfach: Potenziellen Existenzgründern oder kleinen Firmen fehlen gerade zu Beginn oft die Möglichkeiten, um alle Facetten abzudecken, die unternehmerisches Handeln bedeuten. Weil es, nicht zuletzt aus finanziellen Mitteln, entweder an den entsprechenden Räumen, der anspruchsvollen technischen Ausstattung oder auch einfach nur an jemandem mangelt, der die Post entgegennimmt, während der Selbstständige für oder bei Kunden unterwegs ist.

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Den Einzelkämpfern helfen

Vor allem aber, und das ist Keidel und Bürgermeister Stefan Spitzer ganz wichtig, habe diese Gruppe ganz selten Austauschpartner, wenn man als Einzelkämpfer unterwegs ist. „Die brauchen eine Kaffeeküche, in der man einfach mal zusammensitzt und der eine von Erfahrungen des anderen profitieren kann.“

Daher will die Verbandsgemeinde nun möglichst schnell ein Kreativ- oder Gründerzentrum einrichten. Gesucht wird ein Gebäude mit 200 bis 400 Quadratmetern Bürofläche in der Mitte der Verbandsgemeinde; dieser angepeilte Standort – vermutlich irgendwo zwischen Altenglan und Kusel – hätte nicht nur den Vorteil einer zentralen Lage, sondern auch noch den Charme einer Bahnanbindung.

Immobilie gesucht

Schon jetzt, sagt Keidel, gebe es mehrere Interessenten, die bei einem solchen Projekt mitmachen würden, dessen endgültige Organisationsform noch nicht feststeht. Zunächst werde das, erläutert der Bürgermeister im RHEINPFALZ-Gespräch, über den Haushalt der Verbandsgemeinde laufen, die die Immobilien mietet und an die Interessenten Büros weitervermietet. Werde das Projekt so erfolgreich wie erhofft mit immer mehr Kleinstunternehmen und Gründern, dann soll Schritt für Schritt ausgeweitet werden. Räumlich und organisatorisch; eine Kreativzentrums GmbH wäre eine Möglichkeit.

Allerdings ist das noch Zukunftsmusik. Einstweilen braucht es die Immobilie, die nicht nur Büros für die Kleinstunternehmer bietet, sondern beispielsweise auch einen repräsentativen Besprechungsraum und eine Zentrale für die Technik – von der Telefonzentrale bis zum Drucker, der zumindest auch Din A3 ausdrucken kann. Dann kann das Kreativzentrum zu einem Brutkasten für Geschäftsideen werden.

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