Kreis Kusel Pia Bockhorn führt die Sozialdemokraten weiterhin an

Pia Bockhorn
Pia Bockhorn

An der Spitze der SPD im Kreis Kusel steht weiter Pia Bockhorn. Die Sozialdemokratin aus Waldmohr wurde vom Unterbezirksparteitag am Freitagabend bestätigt. Einen eher besorgten Ausblick warfen die Genossen auf die Kommunalwahlen im nächsten Jahr.

Die 39-Jährige erhielt alle 30 abgegebenen Stimmen. Bockhorn, die auch der SPD-Kreistagsfraktion vorsitzt, hatte 2021 die Nachfolge des langjährigen Unterbezirksvorsitzenden Jürgen Conrad angetreten. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Marco Schneider (Etschberg) und Jürgen Kreischer (Lohnweiler) ebenfalls einstimmig bestätigt. Zur Kassiererin bestimmten die Delegierten Julia Müller-Schleppi aus Schönenberg-Kübelberg. Schriftführerin ist weiterhin Ulrike Nagel (Kusel). Zu Beisitzern wählte der vom Vorsitzenden des pfälzischen SPD-Regionalverbandes, Alexander Schweitzer, geleitete Parteitag Jutta Bach-Opp (Schönenberg-Kübelberg), Christopher Biel (Altenglan), Julia Bothe (Kusel), Susanne Heer (Deimberg), Gunter Lang (Brücken), Dirk Landfried (Rutsweiler an der Lauter), Inge Lütz (Oberweiler-Tiefenbach) und Wolfgang Steigner-Wild (Breitenbach). Bildungsbeauftragter im Unterbezirk ist künftig Sakda Stenzhorn.

Die SPD schrumpft

In ihrem Rechenschaftsbericht betonte Bockhorn das Engagement der Sozialdemokraten im Kreis bei Demos und Mahnwachen gegen Rechtsextremismus. „Wir sind die Brandmauer gegen Rechts“, sagte die Vorsitzende. Mit Blick auf die Kommunalwahlen 2024 machte Bockhorn deutlich, dass es bei kommunalpolitischen Entscheidungen keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremisten geben könne.

Die SPD im Kreis Kusel schrumpft. Zählte die Partei 2021 noch 850 Genossen, sind es aktuell rund 760. Regionalverbandsvorsitzender Alexander Schweitzer sagte angesichts der aktuell schwachen Umfrageergebnisse für die Sozialdemokraten, dass niemand ein Abo auf gute Ergebnisse habe. Stimmungen seien allerdings noch keine Stimmen, „wenn wir das Richtige machen“, sagte Schweitzer, der als Arbeits- und Sozialminister der Landesregierung angehört.

Absage an Rechtspopulismus

Die Kommunalwahlen im nächsten Jahr bezeichnete er als eine „Riesen-Herausforderung“. Die SPD müsse kampfbereit mit einer starken Mannschafts- und Teamleistung in die Wahl gehen. Besorgt äußerte sich der Minister über jüngste Erhebungen, wonach es in der gesellschaftlichen Mitte Zweifel gebe, dass die Demokratie die richtige Regierungsform sei. Dies verband er mit einer klaren Absage an Rechtspopulismus und -extremismus.

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