Kreis Kusel Philosophisch-poetisch mit Leidenschaft

Joseph Parsons kehrt zurück. Nach seinem begeisternden Auftritt mit seinem Gitarristen Freddi Lubitz im Juni präsentiert die Eventagentur Anderswelt Parsons mit seinem Singer-Songwriter Kollegen Todd Thibaud in Schleppis Saalong in Schönenberg-Kübelberg am Donnertag, 9. Oktober.
Parsons und Thibaud tun sich von Zeit zu Zeit zusammen, um gemeinsame Alben aufzunehmen und diese auf ihrer Tour zu präsentieren. Wenn beider Stimmen erklingen, werden Erinnerungen an Simon & Garfunkel wach. Mit im Gepäck haben die beiden ihr neues gemeinsames Album „Eden“. Es ist bereits das dritte Gemeinschaftswerk, das die beiden rechtzeitig zur bevorstehenden Tour im Oktober mit vielen Terminen quer durch Deutschland geschnürt haben. Weltenbummler Parsons begeisterte Anfang des neuen Jahrtausends neben Chris Burroughs, Terry Lee Hale und Todd Thibaud in der Allstar Band Hardpan mit kongenialem Folk Pop und Acoustic Rock. 2010 gründete er mit Tom Gillam, Ben Arnold, Scott Bricklin und Matt Muir die Gruppe US Rails. Als Solokünstler überzeugte der seit geraumer Zeit in der Nähe von Hannover lebende Musiker zuletzt mit seinen Alben „Hope for centuries“ (2011) und „Empire bridges“ (2014) Fans und Kritiker. Todd Thibaud startete Anfang der 1990er Jahre mit den Courage Brothers. Bereits damals bestach er mit melodienreichen Folk-Pop-Songs und einem erlesenen Gitarrensound. Mit dem 97er Solodebüt „Favorite waste of time“ setzte sich der Mann aus Boston ein erstes kleines Denkmal. Es folgte eine ganze Serie klassischer Blue-Rose-Studiowerke, unter anderem „Little mystery“ (1999), „Northern skies“ (2004) bis zur jüngsten Platte „Waterfall“ in 2013. Joseph Parsons und Todd Thibaud haben zehn brandneue Songs, jeweils fünf von jedem Protagonisten im steten Wechsel, mit im Gepäck, wenn sie im Saalong Station machen. Sie beschäftigen sich auf einfühlsame, poetische Art mit den Veränderungen im Leben, mit anderen Sichtweisen im Zuge des Älterwerdens: der Abschied von den Lieben, die Vergänglichkeit des Lebens, das Ende einer großen Liebe, das Zulassen von Ängsten, aber auch das Aufkeimen neuer Träume und Chancen, die Sehnsucht nach Hoffnung, Vertrauen und Wahrheit am Ende der Reise. „Everything changes“, „When nothing left is true“, „Cost of Eden“, „Dreams we dare“ sind sehr nachdenkliche, melancholische Lieder, die Parsons und Thibaud aneinander gereiht haben und sensibel präsentieren. Bis auf etwas Harmonica, Percussion und leiser Ambience hier und da wirken beide ausschließlich mit ihren akustischen Gitarren und ihren Stimmen. Ungefähr so wie bei Simon & Garfunkel oder Crosby & Nash. Parsons und Thibaud, zwei seelenverwandte Musiker mit Leidenschaft, Wohlklang und Poetik. (rhp)