St Julian
Ortsgemeinderat St. Julian beschließt „eine Investition in die Zukunft“
Fünf Reihenbauplätze stehen der Gemeinde St. Julian aktuell noch zur Verfügung. Angesichts der konstanten Nachfrage nach Bauland sei dies deutlich zu wenig, befand der Gemeinderat. In seiner Sitzung am Mittwochabend beschäftigte sich das Gremium deshalb mit zwei Bebauungsplänen. Diese sehen vor, in St. Julian und im Ortsteil Eschenau neues Bauland zu schaffen.
23 Bauplätze möglich
Zwölf Bauplätze könnten im Ortsteil Eschenau entstehen. Die Grundstücke befinden sich aktuell allerdings noch zum überwiegenden Teil im Privatbesitz. Eine Parzellierung, also die Grundstücksteilung, ist noch nicht erfolgt. Die Kosten für die Vermessung, das Planungshonorar und die eigentliche Ausführung betragen voraussichtlich rund 550.000 Euro. Hinzu kommen noch weitere Kosten, unter anderem für die Straßenbeleuchtung. In St. Julian könnten voraussichtlich elf neue Bauplätze geschaffen werden. Die Kosten hierfür werden auf rund 600.000 Euro geschätzt.
„Die Frage ist, ob wir beide Baugebiete zeitgleich erschließen wollen“, stellte Ortsbürgermeister Philipp Gruber zur Diskussion in den Raum. Er warnte bei zu hohen Investitionen vor dem strengen Blick des Gemeindeprüfungsamtes. Billiger werde es nicht, entgegnete Ratsmitglied Roman Miedzinski. „Wenn wir jetzt nichts machen und das in zehn Jahren nachholen, könnten die Kosten utopisch sein.“ Von einer „wichtigen Investition in die Zukunft“ sprach Altbürgermeister und Ratsmitglied Hans-Werner Mensch. Er finde es richtig, die Frage mit beiden Neubaugebieten jetzt gut abzuwägen.
Näher an Schule und Kita
St. Julian sei für junge Familien vor allem durch Kindergarten und Schule attraktiv, sagte Boris Simon. „Wir sollten uns überlegen, ob es sinnvoll ist, dass die Leute auf dem Berg bauen. Stattdessen könnten wir Familien anbieten, sich in der Nähe von Schule und Kindergarten anzusiedeln.“ Mit Blick auf den noch nicht fertig gestellten ersten Bauabschnitt in St. Julian und den angrenzenden zweiten Abschnitt sagte Gruber, er finde es sinnvoll, zuerst das fertig zu stellen, was angefangen wurde.
Nach eingehender Diskussion sprach sich der Rat dann einstimmig dafür aus, die Arbeiten am ersten Bauabschnitt zunächst zu Ende bringen zu wollen. Der zweite Bauabschnitt soll für den weiteren Ausbau erschlossen werden. Im Ortsteil Eschenau wird ein Umlegungsverfahren in die Wege geleitet. Dabei wird mit den Grundstückseigentümern gesprochen, wie das Bauland aufgeteilt wird.
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