Kreis Kusel „Noch kein Grund zur Panik“

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Nanzdietschweiler. Wie sich die Bilder gleichen: Im Vorjahr war der SV Nanz-Dietschweiler mit einem Sieg und vier Niederlagen in die Saison gestartet, hatte vier Tore geschossen und zehn Gegentreffer kassiert. Die aktuelle Bilanz ist nahezu deckungsgleich. Lediglich defensiv musste die Elf von Spielertrainer Frank Kiefer heuer zwei Einschläge mehr schlucken. Am Sonntag (16 Uhr) geht’s für den Tabellen-13. (drei Punkte) zum Neuling SV Herschberg, der sich bislang glänzend schlug und auf Rang sechs (sechs Zähler) notiert wird.

An eben jene Vorsaison hat Trainer Frank Kiefer seine Elf bei der Analyse der 1:2-Heimschlappe gegen die SG Eppenbrunn erinnert. „Es besteht noch kein Grund zur Panik, wenngleich die Niederlage sehr ärgerlich war. Wir waren so nah dran an den drei Punkten“, blickt er aufs Wochenende zurück. Dass es nicht zum zweiten Saison-Dreier gereicht hat, hatte aus Sicht des 33-jährigen Ex-Oberligaspielers gleich mehrere Ursachen. „Zum einen haben wir es in der überlegen geführten ersten Halbzeit nicht geschafft, das zweite und dritte Tor nachzulegen, und im zweiten Durchgang haben wir nach dem Ausgleich viel zu risikoreich gespielt, waren zu weit weg von den Leuten und agierten zum Schluss viel zu hektisch.“ In den Trainingseinheiten dieser Woche hat Kiefer daher den Fokus ganz gezielt auf das Herausarbeiten und Verwerten von Torchancen gelegt. Denn aus dem Spiel heraus gelingt es dem SVN noch viel zu selten, zum Abschluss zu kommen. Ein Grund ist sicherlich, dass der Top-Torjäger der vergangenen Jahre, Raphael Philipp (65 Landesliga-Treffer), noch nicht so recht in Tritt gekommen ist. Aber auch, dass die Angriffsaktionen häufig nicht zum Abschluss führen. „Wenn wir uns über die Außenpositionen durchsetzen, findet das Zuspiel vors Tor nur ganz selten einen Mitspieler“, bemängelt Kiefer die Ungenauigkeiten im Angriffsspiel. Auch taktisch hat der Trainer noch einiges aufzuarbeiten mit seiner jungen Elf. Die Dominanz der ersten Halbzeit ging in den zweiten 45 Minuten gegen Eppenbrunn völlig flöten, weil der SVN das Zentrum preisgab, dort viel zu offen agierte und den Gast förmlich zu Treffern einlud. „Da müssen wir weiter kompakt auftreten und den Vorsprung cleverer verteidigen“, sagt der SVN-Übungsleiter. Dass seine Elf Rückstände nur schwerlich aufholen kann, war eine weitere Erkenntnis des Spiels: Nach dem 1:2 rannten die „Blauen“ viel zu hektisch an, entblößten die Abwehr und hatten Glück, dass es am Ende nicht 1:5 hieß. Diese taktischen Unzulänglichkeiten waren bereits gegen Winnweiler (0:3) und Rodenbach (1:4) zu erkennen gewesen. In Herschberg kehrt Sebastian Schröer wieder ins Team zurück, nachdem er seinen grippalen Infekt auskuriert hat. Er soll der Elf weitere defensive Stabilität verleihen und versuchen, die Stärken des Gegners zu unterbinden. Wie Kiefer auf seiner Spionagetour erkannt hat, „müssen wir die Ballverteiler Jens Meyer und Marius Müller im Mittelfeld aus dem Spiel nehmen“. Diese seien – im Zusammenspiel mit dem starken Aufbauspieler Markus Lechner auf der Innenverteidigerposition – die Schlüsselspieler des stark in die Saison gestarteten Neulings, meint Kiefer. Der SV Herschberg spielt erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Landesliga. Der Klub von der Sickinger Höhe verdiente sich den Aufstieg als souveräner Meister der Bezirksliga Westpfalz. Seine einzige Niederlage der Vorsaison bezog der SVH erst am letzten Spieltag (0:1 in Hauenstein), als der Titelgewinn längst feststand nach 25 Siegen und vier Punkteteilungen. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte das Trainerduo Meyer/Lechner, das zu Beginn der Saison 2012/13 die Nachfolge des heutigen Jettenbacher Coachs Frank Geib angetreten hatte. Zuletzt gab es zwei 1:1-Unentschieden: beim Derby gegen die SG Eppenbrunn und eine Woche zuvor bei Mitaufsteiger VfR Baumholder. (meg)

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