Reipoltskirchen Neue Attraktionen für „Kunst im Grünen“
Seit 2014 ist der Skulpturenweg an der Wasserburg Teilstrecke der „Europäischen Skulpturenstraße des Friedens“. Viele internationale Künstler stellen auf dem Skulpturenweg ihre Werke vor. Demnächst wird der Weg um ein weiteres Werk reicher sein. Dieses Werk hat eine Künstlerin aus dem Landkreis geschaffen. Die Jettenbacherin Nancy Blum schuf das Kunstwerk „Uff de Rutt“, also auf der Route.
Am Sonntag wurde die Skulptur während der Eröffnung von „Kunst im Grünen“ genauso vorgestellt, wie ein Landschaftmotiv , das nach einer Vorlage von der Blaubacher Künstlerin Judith Boy gestaltet wurde. Beide Motive drehen sich um die Wandermusikanten.
Riesiges Landschaftsbild
Das Fest war von der Ortsgemeinde Reipoltskirchen mit Unterstützung der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein ausgerichtet worden. „Viele helfende Hände und viele rauchende Köpfe“, hätten dazu beigetragen, dass vor allem das riesige Landschaftsbild rechtzeitig habe fertiggestellt werden können, sagte Reipoltskirchens Ortsbeigeordneter Jörg Müller. Bei der vorgestellten Skulptur „Uff de Rutt“ handelt es sich nach den Worten der Künstlerin Blum um eine Musikkapelle von Wandermusikanten, die zu Fuß mit ihren verschiedenen Instrumenten unterwegs ist. „Die Skulptur besticht durch ihre reduzierte Formgebung und ihr bunten Farben“.
Landrat Otto Rubly fand, dass das Thema „Die Wandermusikanten im Kuseler Musikantenland“ ganz „hervorragend in unsere Region passt“. Ein besonderer Dank gelte dem „Urvater“ von „Kunst im Grünen“, Diethelm Rünger, der „dieses tollte Format im Jahr 2005 gemeinsam mit Gottfried Bräunling ins Leben gerufen und jahrelang mit viel Herzblut und Leidenschaft begleitet hat.“ Verbandsbürgermeister Andreas Müller sagte, dass ganz Reipoltskirchen zum Gelingen von „Kunst im Grünen“ mitgewirkt habe, so dass es sich von unten und nicht von oben her entwickelt habe.
Tuba von Burg Lichtenberg
In der Malschule auf der Wasserburg wurden alte Fotos von Wandermusikanten ausgestellt, genauso wie die Sander-Tuba, die eine der größten Tuben der Welt ist. Diese Tuba gehört eigentlich zu einer Dauerausstellung in der Zehntscheune auf Burg Lichtenberg. Der „Alte-Welt-Verein“ aus Nußbach stellte sich vor und richtete ein Gewinnspiel mit dem Hauptpreis einer einjährigen Vereinsmitgliedschaft aus. Die Eröffnungsfeier umrahmte das „Ditznertwintett“ musikalisch.
Zu der Band gehören auch die einstigen Musikantenlandpreisträger Bernhard und Roland Vanecek. Am Nachmittag unterhielt die Blaskapelle des Musikvereins Reipoltskirchen. Beigeordneter Müller machte zudem auf eine baldige weitere Veranstaltung in Reipoltskirchen aufmerksam: Am 29. Juni, 19 Uhr, findet in der Heinrich-Roos-Halle unter dem Titel „Die Osterbuben“ eine musikalisch-historische Reise mit den jungen Wandermusikanten aus dem Kuseler Musikantenland und dem Fachvortrag von Jan Fickert unter Mitwirkung von Elaine Neumann statt.