Schönenberg-KÜbelberg
Nachträgliche Feier zum 50. Geburtstag der Kirche
Die Grundsteinlegung des modernen Gotteshauses fand am 21. Juni 1970 statt, damals mit Pfarrer Dieter Dauber. Ein erster Entwurf für die Kirche stammte noch von Hansgeorg Fiebiger, sein Sohn Folker führte die Arbeit des Vaters schließlich weiter und erbaute die Kirche. Nach rund zwei Jahren entstand – auch dank der Spenden aus Gemeinde und Kommune – eine Konstruktion aus Beton, Holz und Glas. Auf dem unregelmäßigen Achteck des Grundrisses erhebt sich das Holzwerk des Daches, das den Innenraum mit den ringsherum laufenden Fensterbändern wesentlich bestimmt. Kanzel, Altar Stühle sind im Raum frei beweglich.
Die Forderung nach einem großen Kirchenraum mit 400 Sitzplätzen sei mit den relativ geringen Mitteln von 1500 Mark pro Sitzplatz für Bau- und Einrichtungskosten, Außenanlagen und Nebenkosten erfüllt worden, ist in einer Chronik zu lesen. Noch Anfang der 1960er Jahre hatte die Gemeinde an eine mögliche Erweiterung und Renovierung der alten Kirche gedacht. Dies sei aber aus bautechnischen und architektonischen Gründen gescheitert, schildern Chronisten. Zudem befand sich das Gebäude von 1924 in schlechter baulicher Qualität.
Vorgänger 1937 eingeweiht
Bei der früheren Kirche handelte es sich um ein ehemaliges Zollhaus, für das nach Rückkehr des Saargebietes 1935 kein Bedarf mehr bestand. Der Kirchbauverein, der sich schon ab 1906 unter Führung des Mühlenbesitzers Jean Ziegler für einen Neubau engagierte, konnte den Kaufvertrag für 13.000 Reichsmark schließlich im November 1935 unterzeichnen. Dank des Arbeitseinsatzes der Gemeinde wurde der Umbau in etwa eineinhalb Jahren gestemmt, die Einweihung fand am 27. Juni 1937 statt.
Info
Der Festgottesdienst 50 plus 1 findet am 27. November um 10 Uhr in der evangelischen Kirche statt. Zudem feiert die Gemeinde das 75. Jubiläum des Kirchenchors. Anschließend wird zum Sektempfang ins Gemeindehaus geladen. Für 12 Uhr ist ein ökumenisches Gebet für die Ukraine vor dem Rathaus geplant.