Kreis Kusel Markt verheißt „märchenhafte Atmosphäre“
Advents-Atmosphäre und mittelalterlicher Mummenschanz können durchaus harmonieren: Das finden ungezählte Besucher, die sich alljährlich in der Vorweihnachtszeit auf den Weg nach St. Wendel machen. Der Weihnachtsmarkt in der saarländischen Kreisstadt entfaltet ab heute wieder Sogwirkung. Bis Sonntag, 13. Dezember, gibt es dort viel zu sehen und zu erleben.
Die Organisatoren gehen gerne so weit, bei ihrem Markt von einem „wahr gewordenen Weihnachtsmärchen“ zu sprechen. Da verspricht die Stadtverwaltung ziemlich viel. Sie macht sich allerdings alljährliche auch die Mühe, ein Programm zusammenzustellen, das seinesgleichen weit und breit vergeblich sucht. Die Ausstattung ist unerreicht: Rund 140 geräumige Holzhäuschen, allesamt weihnachtlich herausgeputzt und aufwendig geschmückt, reihen sich in der Fußgängerzone, auf dem Schlossplatz, auf dem Areal vor der Basilika aneinander. Dort sollte sich für alle was finden, die Durst oder Hunger haben, die auf der Suche nach einem kleinen Geschenk sind oder mit Blick aufs bevorstehende Fest Dekoration für die heimischen vier Wände suchen. Da spielt aber selbstverständlich auch der St. Wendeler Einzelhandel mit. Die Geschäftswelt ist für vorweihnachtlichen Ansturm gerüstet. Ein Einkaufsbummel drängt sich geradezu auf, lässt sich trefflich mit einem Marktbesuch verbinden. Wer vom Alltagsstress abtauchen möchte, kann am besten nach Geschäftsschluss noch Atmosphäre genießen. Bis 21 Uhr halten die Stände an allen Tagen offen. Heute, Samstag, geht es los. Über neun Tage erstreckt sich das Markttreiben. Denn erst am Sonntag, 13. November, werden die Pforten wieder geschlossen. Bis dahin stehen täglich zwischen 11 und 21 Uhr Anbieter von Speisen und Getränken, Händler mit Delikatessen, aber auch Kunsthandwerk und Bastelarbeiten bereit. Dass der Markt zu einem Schauspiel für Groß und Klein gerät, dafür bürgt das mittelalterlich anmutende Spektakel, das an allen Tagen die Szenerie in St. Wendel prägt. Besucher sind eingeladen zu einer Zeitreise. Händler in historischen Gewändern bieten ihre Waren feil, Handwerksleut’ präsentieren anschaulich alte Handwerkskunst, täglich schicken sich Aktionskünstler und Mimen an, ihr Publikum auf der Bühne wie in den Straßen und Gassen zu faszinieren. Die Weisen aus dem Morgenland lagern mit ihren Kamelen inmitten des Städtchens und machen sich am späten Nachmittag auf zu einer Parade durch die Stadt. Wieder am Lagerplatz angekommen, wird in bunten Szenen die Weihnachtsgeschichte aufgeführt. Kinder können dem Weihnachtsmann begegnen, der auf einem großen Schlitten Hof hält und Kinder empfängt, die ihm ihre Wünsche anvertrauen können. Kleine Besucher können an den Wochenenden sogar Wintersport betreiben; für sie wird wieder eine mit Schnee bestückte Rodelbahn aufgebaut. Zuschauen und mitmachen können sie auch bei den Darbietungen alter Handwerkerkünste, können sich beim Schmied, Bogen- oder Laternenbauer, in der Korbflechterei oder beim Filzen, Spinnen und Weben probieren. Info St. Wendeler Weihnachtsmarkt: von heute, Samstag, bis Sonntag, 13. Dezember, täglich von 11 bis 21 Uhr. Das Geschehen verteilt sich über die Innenstadt, vor allem die Fußgängerzone rund um Rathaus und Dom. (cha)