Kreis Kusel
Marco Forster aus Glan-Münchweiler startet beim Ironman auf Hawaii
Nur noch wenige Tage sind es bis zum Start der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. 2500 Sportler aus der ganzen Welt werden am Sonntag 3,8 Kilometer schwimmend, 180 Kilometer mit dem Rad und 42,195 Kilometer laufend zurücklegen. Auch ein Athlet aus dem Landkreis Kusel ist dabei: Marco Forster aus Glan-Münchweiler.
Schon am Samstag ist er angereist. „Um mich an die zwölf Stunden Zeitunterschied zu gewöhnen“, erläutert er. Einstellen musste er sich auf ein anderes Wetter. „Heute haben wird 36 Grad mit viel Wind“, erzählte er am Dienstag. Der 40-jährige Rechtsanwalt hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Ich möchte in meiner Altersklasse einen Platz unter den besten Zehn erreichen.“ Grund für sein Selbstbewusstsein ist der zweite Platz der Altersklasse M 40 bei der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt im Juni.
Sorgen machen jedoch Kniebeschwerden, die ihn seit einigen Tagen plagen: „Ich habe Knieschmerzen, seit ich meine Trainingsintensität zurückgefahren habe. Beim Radfahren und Schwimmen merke ich nichts. Nur beim Laufen machen sie mir zu schaffen. Ich hoffe, dass sie bis zum Start am Sonntag verschwunden sind“, sagt er.
Training intensiviert
Es wäre bitter für ihn, sollte er verletzungsbedingt nicht durchhalten können. Denn ein großes Trainingsprogramm liegt hinter ihm. „Drei Wochen nach dem Ironman in Frankfurt konnte ich das Training mit meinem Trainer Dominik Schammne intensivieren. Wir haben dann unterschiedliche Lauf- und Radblöcke gesetzt. Maximal bedeutete dies 500 Kilometer Rad oder 100 Kilometer Laufen in der Woche. Das Schwimmen habe ich wie bereits vor Frankfurt auf das Nötigste beschränkt. Auch dieses Mal wurde ich auf dem Rad von meinen Teamkollegen vom Citec-Röltgen-Team unterstützt und konnte so die gute Radform von Frankfurt halten, was sich vor allem beim Ötztaler Radmarathon gezeigt hat.“ Aber auch die Trainingseinheiten liefen gut, so ist er am Tag, als er den Baumholderer Stadtlauf gewonnen hat, vorher mit Mustafa Okyay, der auch in Hawaii startet, die „Saarburgrunde“ mit 120 Kilometern in knapp drei Stunden gefahren. Im Laufen konnte er die Leistung nochmals steigern. „Hier kam mir sehr zugute, dass mein Kumpel André Bour sich gleichzeitig auf einen Marathon in Holland vorbereitet hat. So konnten wir die langen 35 Kilometer-Läufe zusammen gestalten“, erzählt Marco Forster. Sein durchschnittlicher Trainingsumfang waren drei Kilometer Schwimmen pro Woche, 300 Kilometer Rad und 60 Kilometer Laufen.
Alles im Ironman-Fieber
„Nun bin ich in Kona, dem Mekka der Ironman-Triathleten und bin wieder locker am trainieren,“ berichtet er am Telefon. Am Montag habe er problemlos 100 Kilometer auf der Wettkampfstrecke, dem Queen Ka’ahumanu Highway, trainieren können. Auch das Schwimmen im warmen Pazifik sei gut gelaufen. Ein Trainingsteam bildet er mit Marco Weschler aus Klingenmünster, Thomas Stamm aus Pirmasens und Mustafa Okyay aus Thalexweiler.
„Nur noch wenige Tage bis zum großen Event und hier ist alles im Ironmanfieber. Überall sieht man die Athletinnen und Athleten laufen, Radfahren und schwimmen. Das Ironman-Village ist bereits aufgebaut. Man merkt, wie die Spannung von Tag zu Tag steigt,“ erzählt er.
Man solle nicht vergessen, sich diese traumhafte Insel anzuschauen. Leider sei derzeit kein Vulkan aktiv und auch die Auffahrt zum Mauna Kea werde von Demonstranten derzeit verhindert, weil dort ein Teleskop gebaut werden soll. Trotzdem biete die Insel noch so viel, dass man neben dem Training noch viel anderes tun könne.