Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Kreisverwaltung Kusel gibt Tipps für Kids: Lachgeschichten ja, Videospiele nein

Links zum Basteln mit Klopapier-Rollen,zu Mitmach-Tanzvideos und vielem mehr gibt es auf der Webseite der Kreisverwaltung Kusel.
Links zum Basteln mit Klopapier-Rollen,zu Mitmach-Tanzvideos und vielem mehr gibt es auf der Webseite der Kreisverwaltung Kusel.

Kreatives Arbeiten, im Internet spielerisch lernen: Die Liste gegen den Corona-Koller ist ergiebig. Auf ihrer Website sammelt die Kreisverwaltung Kusel ausgesuchte Tipps für gelangweilte Kinder bis zum achten Lebensjahr. Die Empfehlungen sollen wöchentlich erweitert werden.

„Kinder können im Moment nicht den Kindergarten oder die Schule besuchen. Wir wollen einen digitalen Beitrag dazu leisten, wie sich Kinder zu Hause beschäftigen können“, sagt Mark Wolf. Er ist Abteilungsleiter beim Kreisjugendamt Kusel. In Zusammenarbeit mit „Partnerschaft für Demokratie“ spricht die Kreisverwaltung auf ihrer Internetplattform Empfehlungen für gelangweilte Kinder aus.

Medienpädagogin prüft

Mit Basteltipps, Links zu Erklärvideos und Hinweise zu altersgerechtem Fernsehen stehen bereits die ersten Vorschläge abrufbereit. Federführend für die Suche nach geeigneten Angeboten ist Simone Schnipp von „Partnerschaft für Demokratie Kusel“. Die Medienpädagogin ist selbst Mutter und prüft bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft in Wiesbaden (FSK) die Altersfreigaben bei Kinofilmen. Dass Kinder mit der Suchmaschine Google arbeiten, davon rät sie ab.

„Google ist für Kinder ungeeignet. Es gibt keinen Filter, keinen Jugendschutz. Ohnehin sollten sich die Kleinen nicht ohne Aufsicht eines Erwachsenen im Internet tummeln“, sagt Schnipp. Einen Ersatz für den Internetriesen Google sieht sie in der Suchmaschine Blinde Kuh. Als Medienpädagogin und langjährige Angestellte beim Landesfilmdienst in Mainz weiß Schnipp über kindgerechte Unterhaltung Bescheid.

Ideen willkommen

Sie empfiehlt „Dinge, die keinen Zweifel aufkommen lassen. Lachgeschichten von der Maus gehen beispielsweise immer“. Angenommen würden auch Ideen für weitere Unterhaltungsmöglichkeiten. Die würden dann prüfen. „Nebenbei recherchieren wir online und suchen nach weiteren Angeboten“, erklärt Schnipp.

Brett- und Videospiele sind im Moment und wahrscheinlich auch zukünftig nicht bei den Tipps zu finden. Es sei gut, wenn Eltern Brettspiele zu Hause hätten, betont die Medienpädagogin. Kaufempfehlungen wollen die Verantwortlichen aber keine aussprechen, sagt sie. Da sich das Angebot an Kinder bis zum achten Lebensjahr richte, halten Kreisverwaltung und „Partnerschaft für Demokratie“ außerdem Abstand zu Videospielen.

Immer dienstags gibt’s mehr

„Ich glaube nicht, dass Videospiele die Entwicklung von Kindern weiterbringt. Bereits bei Film- und Fernsehen ist es für Kinder schwierig, sich zu distanzieren. Videospiele wirken noch emotionaler auf junge Menschen, weshalb es für sie noch schwieriger ist, davon Abstand nehmen“, betont Schnipp.

Geplant sei, die Liste wöchentlich dienstags zu erweitern. Wie lange dieser Service angeboten werde, wisse man noch nicht. „Auf jeden Fall so lange, wie die Corona-Krise andauert. Wenn das Angebot gut ankommt, könnten wir solche Tipps auch dauerhaft anbieten“, sagt sie. Sorgen, dass früher oder später die Ideen ausgehen, haben die Verantwortlichen nicht. „Das Internet ist ergiebig. Wir können für die kommenden Wochen und Monate reichlich Empfehlungen aussprechen“, sagt die Medienpädagogin.

Info

Die „Tipps für Kinds“ finden sich auf der Website der Kreisverwaltung (https://landkreis-kusel.de/) unter der links oben stehenden, klickbaren Rubrik „Coronavirus – wichtige Hinweise und aktuelle Informationen“.
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