Kusel
Kommentar zur Resolution für eine bessere Ansiedlungsförderung: Bitte mehr Pep

Jene, die die Resolution auf den Weg gebracht haben, sind völlig im Recht: Es kann nicht angehen, dass ein solch strukturschwacher Raum wie Kusel aus der Förderung für strukturschwache Regionen herausgefallen ist, nur weil die Mobilität seiner Bevölkerung ihn vor miesen Arbeitslosenquoten bewahrt. Erst recht nicht, wenn umliegende Kreise, obwohl weit besser aufgestellt, von dieser Förderung profitieren. Wie es überhaupt hat sein können, dass der Kreis 2014 aus dieser Förderung herausgefallen ist, auf diese naheliegende Frage wird es vermutlich keine Antwort mehr geben.
Die Konsequenz ist einfach: Egal wie billig Gewerbegrundstücke im Kreis Kusel zu haben sind – und im Vergleich mit der Nachbarschaft sind sie verdammt billig –, das wird und das kann den Nachteil einer fehlenden Zusatzförderung gar nicht ausgleichen. Dieser Nachteil ist eklatant und das Land in der Pflicht, ihn zu beenden.
Aber so richtig die Resolution ist, sie krankt an zweierlei. Das ist zum einen die verquaste Behördensprache mit schier endlosen, aufgeblähten Sätzen. Das ist zum anderen der Stil: Viele Formulierungen sind schlichtweg zu brav.
Der Landkreis Kusel hat gute Argumente für seine Forderungen. Entsprechend selbstbewusst und deutlich sollte er damit auch auftreten. Damit die Adressaten verstehen, worum es geht. Nachbessern täte gut.
