Kusel
Kommentar zum mutmaßlichen Raubüberfall: Die Polizei muss besser informieren
Es ist nicht das erste Mal: In Kusel passiert etwas, das der Öffentlichkeit nicht verborgen bleibt. Die Polizei weiß davon, teilt der Bevölkerung aber nichts mit. In einer Kleinstadt verbreiten sich Vorfälle wie ebenjener Angriff auf eine Frau sehr schnell. Um zu vermeiden, dass Spekulationen aufkommen, bedarf es schneller offizieller Information, sprich eine – wie es das Präsidium selbst nennt – Initiativmeldung der Polizei.
Es kann aber doch nicht sein, dass erst auf Medien-Anfrage über einen solchen Vorfall informiert wird. Das befeuert die mit Blick auf die AfA ohnehin brodelnde Stimmung in der Kreisstadt und schwächt das schwindende Sicherheitsgefühl vieler Menschen noch weiter. Für manchen Bürger ist längst gar der Eindruck entstanden, es würden Vorfälle bewusst unter der Decke gehalten. Die Folge: Misstrauen in die staatlichen Institutionen. Wem bitteschön sollte dies denn nützen?
