Lauterecken-Wolfstein
Kommentar zu Erneuerbaren Energien: Diskussionen voraus!
Mehr Erneuerbare Energien müssen her, das ist gar keine Frage. Aber wie Heuschrecken fallen Investoren derzeit von überall her ein. Es ist gut, zu wissen, dass es baurechtliche Regularien gibt, die ein Zupflastern der Landschaft verhindern (sollen). Die Diskussionen darüber, wo der Flächennutzungsplan Solaranlagen in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein erlaubt und wo nicht, werden trotzdem hart werden.
Generell droht es mit den Photovoltaikanlagen wie mit den Windrädern zu werden: am weitest entfernten Gemarkungspunkt aufstellen, wo sie von den eigenen Bürgern nicht, allerdings von den Nachbarn gesehen werden. Die neuen Akzeptanzzahlungen für alle im 2,5-Kilometer-Umkreis sind nicht nur deshalb eine gute Sache. Auch der geplante Solidarpakt wäre eine richtig gute Sache. Was im Haupt- und Finanzausschuss noch sehr einmütig wirkte, könnte sich aber ganz anders darstellen, wenn 41 Ortsgemeinden zustimmen müssen. Orte mit klammen Kassen.
Der nun vorgeschlagene Solidarpakt – die Gemeinden geben 30 Prozent der Beteiligungszahlungen an die VG, dafür wird die Umlage für alle gesenkt – könnte ein erster Schritt zur Zusammenarbeit sein. In einem zweiten könnte man gemeinsam als Gesellschaft auftreten, die Erneuerbare Energie erzeugt – und damit Geld für alle erwirtschaftet, wie Peter Stein aus Offenbach-Hundheim vorschlug. Der VG fehlten dafür die finanziellen Mittel und das Know-how, betonte Bürgermeister Andreas Müller. Vielleicht lässt sich da ja trotzdem was machen ...
