Lauterecken Kapazitätsgrenzen erreicht: Lauterecker Tafel sieht sich zu Aufnahmestopp gezwungen
Mehr geht beim besten Willen nicht: Die Tafel Lauterecken kann zumindest fürs Erste keine neuen Kunden mehr aufnehmen. Das hat am Montag Hans Habermann mitgeteilt. Der Vorsitzende des gemeinnützigen Trägervereins sieht die Möglichkeiten erschöpft. „Vor allem durch zahlreiche Neuanmeldungen von ukrainischen Flüchtlingen oder Zuwanderern sind wir an unsere Kapazitätsgrenzen gekommen“, so der ehemalige Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lauterecken. Der Stopp gelte ab sofort und zunächst für den Monat September.
Habermann sagte auf Anfrage, dass zurzeit 157 Familien beziehungsweise Gemeinschaften von Bedürftigen registriert seien. Die Anzahl der bezugsberechtigten Personen bezifferte der Tafel-Vorsitzende auf 517 – darunter 334 Erwachsene und 183 Kinder, wobei Jugendliche ab 15 Jahren zu den Erwachsenen gezählt werden, weil sie eben einen entsprechenden Nahrungsmittelbedarf haben.
Seit März 173 Ukrainer registriert
Problem ist nun, dass seit März 173 Menschen aus der Ukraine hinzugekommen sind. „122 von denen kommen regelmäßig“, sagt Habermann, nach dessen Worten einige der Bedürftigen fast immer, andere wiederum nur gelegentlich zu den Ausgabeterminen erscheinen. Zweimal pro Woche gibt die Tafel in Lauterecken Lebensmittel aus.
Übrigens: Entgegen dem bundesweiten Trend können Habermann und sein gutes Dutzend Mitstreiter sowie 15 Fahrer über einen Rückgang an zur Verfügung gestellten Lebensmitteln nicht klagen. Die neuen Lebensmittelmärkte in Wolfstein und Glanbrücken trügen dazu bei, dass das Angebot stabil, sogar eher reichhaltiger geworden sei.