Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Kammermusikabend in der Zehntscheune auf Burg Lichtenberg

Traten zusammen in der Zehntscheune auf: Dhurata Lazo und ihr Mann Zija Bushi Bejleri. Foto: M. Hoffmann
Traten zusammen in der Zehntscheune auf: Dhurata Lazo und ihr Mann Zija Bushi Bejleri.

Ungetrübten Hörgenuss bereiteten Dhurata Lazo am Konzertflügel und ihr Mann Zija Bushi Bejleri mit dem Saxophon dem Publikum am Samstagabend in der Zehntscheune auf Burg Lichtenberg. Die Kreisverwaltung hatte die bislang unbekannten Künstler verpflichtet.

Sie gestalteten einen gemeinsamen Kammermusik-Abend, zu dem eine beachtliche Schar von Gästen gekommen war. Beide sind aus Albanien, leben aber schon viele Jahre in der Westpfalz.

Das Konzert begann mit einer gemeinsamen Darbietung von Gaetano Donizettis Concertino. Zu hören war ein Werk voller Melodien und Verzierungen, von beiden behände meisterlich gespielt. Sie spielten danach Vincenzo Bellinis Concerto für Klavier und Oboe, das Zija Bushi Bejleri für Saxophon arrangiert hatte. Hier beeindruckten elegische, weite Melodienbögen, unterbrochen von schnellen Läufen, von beiden furios gespielt.

Schwelgerische Darstellung

Ohne Pause übernahm Dhurata Lazo als Solistin den weiteren Ablauf des Konzerts. Die Sonate C-Dur KV 330 von Wolfgang Amadeus Mozart wurde mit all ihren Facetten schwelgerisch dargestellt. Ähnliches geschah bei den Werken von Frédéric Chopin, der Nocturne cis-moll Nr. 20 Lento con gran espressione, den Vier Masurkas Opus 67 und der Ballade op. 23 Nr.1.

Dhurata Lazo vermochte die in den Werken enthaltenen Stimmungen in großer Musikalität mit ihrem Spiel auszudrücken, von lyrisch besinnlich über verspielt und ausgelassen und sich steigernd bis zu gewaltigen Ausbrüchen. Das Hören aller drei Chopin-Titel war ein überwältigendes Erlebnis. Eingestreut in die Klassik hatte sie eine Romanze mit melancholischen volksliedhaften Melodien von ihrem Landsmann Ervin Stafa, der in den USA lebt.

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