Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Im Zeichen der Vielfalt: So verlief das Nachbarschaftsfest der Lebenshilfe

Zum Essen gab es Waffeln – frisch gebacken von den Hauswirtschaftskräften Astrid Groß und Lidia Pankowski .
Zum Essen gab es Waffeln – frisch gebacken von den Hauswirtschaftskräften Astrid Groß und Lidia Pankowski .

Mit einem Nachbarschaftsfest hat die Wohnstätte der Lebenshilfe Kusel erstmals gezielt das Gespräch mit den Anwohnern gesucht. Die erhoffte Resonanz blieb allerdings aus.

Eingeladen zum Nachbarschaftsfest der Lebenshilfe Kusel waren die Bewohner der Lehnstraße und Bahnhofstraße. Per Flugblätter wurden sie über die Veranstaltung am Freitagnachmittag. Zwischen 14 und 16 Uhr konnten Interessierte spontan vorbeikommen. „Wir zielen darauf ab, Begegnungen zu ermöglichen“, betonte Einrichtungsleiter Ingo Kubiak. Bereits am früheren Standort seien beim Sommerfest gezielt Nachbarn eingeladen worden. Die Veranstaltung sei in diesem Jahr für den 29. August wieder geplant.

Wegen der hohen Temperaturen fand das Fest nicht im Außenbereich, sondern im Gruppenraum der Senioren statt. Dort wurden Waffeln, Kaffee und Tee angeboten. Die Waffeln bereiteten die Hauswirtschaftskräfte Astrid Groß und Lidia Pankowski zu. Trotz der Einladungen blieb die Resonanz aus der Nachbarschaft allerdings aus. Entmutigen lassen wolle man sich davon jedoch nicht, sagte Kubiak: „Wir werden nicht aufgeben und weiter alles versuchen, Besucher zu gewinnen.“

Kooperation mit Begegnungscafé angestrebt

Die Wohnstätte der Lebenshilfe verfügt über 44 Plätze, von denen derzeit nur noch zwei frei sind. Neben dem Sommerfest organisiert die Einrichtung regelmäßig Veranstaltungen wie Halloween-Feiern, Brunchs, eine Hofkerwe oder Ferienprogramme. „Die Teilhabe unserer Bewohner an der Gesellschaft ist uns am allerwichtigsten“, unterstrich Kubiak. Deshalb strebe die Lebenshilfe auch eine Kooperation mit dem Begegnungscafé an, das in Kürze in der Nähe eröffnen soll. Dort sollen Besucher Gelegenheit zum Austausch und Kennenlernen erhalten.

Zu den Gästen gehörte Irmtrud Fauß aus Rammelsbach, die sich vielfältig ehrenamtlich engagiert. Sie unterstütze die Kuseler Tafel, fahre beim Bürgerbus mit, helfe im Elterncafé in Kusel und begleite seit einiger Zeit Bewohner der Lebenshilfe bei Spaziergängen durch die Stadt. „Ich habe Zeit und mir macht es Freude, anderen zu helfen“, sagte sie. Kubiak hofft wiederum auf weitere Ehrenamtliche, etwa für eine geplante Leseecke in der Wohnstätte. Dort könnten Freiwillige den Bewohnern aus Büchern vorlesen.

Das Fest stand im Zeichen des bundesweiten Tags der Nachbarschaft unter dem Motto „Nachbarschaft feiern – Vielfalt gestalten“. Ziel der von der nebenan.de-Stiftung initiierten Aktion ist es, Begegnungen zu schaffen, neue Kontakte zu knüpfen und den Zusammenhalt zu stärken – unabhängig von Alter, Herkunft, Sprache oder Behinderung.

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