Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Herbstmesse: So viel kostet der Schoppen Bier

Ganz schön viel los: Die Kuseler Herbstmesse zieht jedes Jahr Tausende Besucher in die Kreisstadt.
Ganz schön viel los: Die Kuseler Herbstmesse zieht jedes Jahr Tausende Besucher in die Kreisstadt.

Am ersten Septemberwochenende wird in Kusel wieder Mess gefeiert. Die Vorbereitungen für das Fest laufen. Anmeldungen für den Umzug sind möglich. Auch einige Neuerung stehen schon fest.

In trockenen Tüchern ist bereits die Planung für den Messeplatz. Neben Berg- und Talbahn, Breakdancer und Co. wird auf dem Platz vor dem Kuselbach in diesem Jahr eine Geisterbahn gastieren, sagt Marktmeisterin Andrea Fauß. Anstelle des Verkehrsgartens gibt es ein großes Trampolin. Für den Verkehrsgarten, dessen Aufbau viel Personal erfordere, gebe es nur noch einen Anbieter. Die Familie, die jahrelang mit ihrem Fahrgeschäft zur Messe anrückte, habe den Betrieb bereits vor Corona eingestellt, erläutert Fauß. Generell sei es schwierig, Fahrgeschäfte zu kriegen. Es gebe deutlich weniger Anbieter nach der Pandemie. Die könnten sich nun aussuchen, auf welchem Fest sie stehen wollen.

Bierbons ab 1. August erhältlich

Ähnlich voll soll die Budengasse mit Gundelpfannen, Fischstand, Pizza und mehr wieder werden. Einige neue Händler hätten sich beworben, einige altbekannte aus Altersgründen aufgehört. Die Platzierung der 100 bis 120 Stände in der Trierer Straße plus Seitengassen sei „ein bisschen wie Tetris“, sagt Fauß. Dabei gebe es einige, die immer an derselben Stelle stünden, weil der Stand sehr tief sei, weil ein Kühlwagen, Strom oder Wasser gebraucht werde.

Eine Wickelstation gibt es wieder in der Tuchfabrik. Flyer und Plakate anstelle einer Messezeitung lägen bald in den Geschäften aus. Das Messezelt wird in diesem Jahr wieder von der Firma Reichelt betrieben – trotz des plötzlichen Todes von Festwirt Armin Reichelt vor einigen Wochen. Bierbons gibt es laut Fauß ab 1. August in der Buchhandlung Schneider. Am Preis für den Schoppen Bier ändert sich im Vergleich zum Vorjahr nichts: 4,20 Euro wird der 0,4-Liter-Krug Bier kosten.

Jeden Tag kämen zurzeit Anmeldungen – diese sind noch bis 11. August möglich – für den Umzug am Messesamstag rein. „Es tröpfelt“, sagt Fauß, die bislang 20 Teilnehmer verzeichnet. Fußgruppen, Motivwagen und Musikgruppen (ausgenommen Gewerbetreibende und Privatpersonen) erhalten für ihre Teilnahme ein Startgeld.

Mehr Rücksicht beim Aufbau

Für die Aufstellung des Umzugs am Messesamstag ist ab dem Weiherplatz gesperrt. Die Ausleitung des Umzugs erfolgt wieder an der B420 statt in der Gartenstraße an Finanzamt und Sparkasse. Das habe im vergangenen Jahr gut funktioniert, sagt Fauß, und sei „von der Sicherheitsseite“ so gewünscht worden.

Für mehr Sicherheit sollen mobile Durchfahrtssperren an der Sparkasse sorgen. Ansonsten sei man generell in Sachen Sicherheit gut aufgestellt, sagt die Marktmeisterin. Notfallpläne gebe es schon immer. Seit der Änderung des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes sei der Aspekt zwar in die Öffentlichkeit gerückt, viel geändert habe sich für die Organisation der Kuseler Mess jedoch nicht.

Die Marktmeisterin wünscht sich für den Aufbau mehr Einsicht von Autofahrern. Die Tage vor der Messe könnten diese etwa nicht vor der Tür von Kreisverwaltung oder Amtsgericht parken, weil die Schausteller bereits mit dem Aufbau starten. Fauß: „Wir waren letztes Jahr mit vier Mann unterwegs, um die Leute zu suchen, die in der Straße geparkt haben“ – trotz der Hinweisschilder.

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