Brücken Geschenkeladen wird jetzt Rheinpfalz-Servicepunkt

Angestellte Yvonne Breitsprech (links) und Inhaberin Yvonne Lang freuen sich, nun RHEINPFALZ-Servicepunkt zu sein.
Angestellte Yvonne Breitsprech (links) und Inhaberin Yvonne Lang freuen sich, nun RHEINPFALZ-Servicepunkt zu sein.

In ihrem alten Job war Yvonne Lang einfach mit mehr glücklich. Deswegen wagte sie vor zwölf Jahren den beruflichen Neuanfang. Mittlerweile führt die 42-Jährige den Geschenkeladen „Das Wunschstübbche“ in Brücken mit einem vielfältigen Angebot. Dieses soll nun am Mittwoch ein weiteres Mal wachsen.

Eine berufliche Zukunft als leitende Erzieherin in einer Kindertagesstätte konnte sich Yvonne Lang für sich einfach nicht länger vorstellen. „Ich hatte keinen Spaß mehr daran, wie sich der Job entwickelte“, sagt die 42-Jährige knapp. Auch ihre private Situation erforderte, dass sie sich stärker auf ihre Familie konzentrieren wollte. Deswegen habe sie sich damals erst einmal einen Mini-Job in der Postfiliale in Schönenberg gesucht. „Nach und nach habe ich mich hochgearbeitet, dort später sogar die Geschäftsführung für vier Jahre übernommen.“

Doch während den sieben Jahren, die Lang in Schönenberg arbeitete, fehlte ihr etwas im Sortiment: Einfach kleine Geschenkideen, um beispielsweise mal Geld schön zu verschenken, erzählt sie rückblickend. „So ist eigentlich das Wunschstübbche entstanden – zunächst Online auf Nebenerwerbsbasis.“ Dort vertrieb sie hauptsächlich Dekoartikel und Geschenkideen wie kleine Windlichter, erarbeitete sich so ihr Startkapital für ihren eigenen Laden in Brücken.

Vom Bürobedarf bis zur Zeitschrift

„Vor fünf Jahren habe ich den früheren Schreibwaren Huber übernommen und in drei Tagen eine Turbo-Renovierung durchgeführt.“ Auch das Sortiment hat die 42-Jährige weitestgehend ihren Vorstellungen angepasst. „Daran, dass ich die Schreibwaren und den Schulbuchverkauf fortführen wollte, bestand aber nie ein Zweifel.“ Neben einem vielfältigen Sortiment an kleinen Mitbringseln für Geburtstage wie süße Naschereien, Karten oder Tassen, bietet Lang außerdem Romane, Zeitschriften, Kartenspiele für Kinder und Bürobedarf an.

„Es heißt deswegen Wunschstübbche, weil man hier einen Wunsch äußern kann. Auch wenn wir es nicht im Sortiment haben, versuchen wir es zu bekommen.“ Zusätzlich vereint Lang eine Postfiliale mit Postbank und eine Lotto-Annahmestelle sowie den Service Ticket Regional auf 35 Quadratmetern Ladenfläche. „Ein Vertreter bezeichnete uns mal als moderner Tante-Emma-Laden“, berichtet Lang stolz.

Neuer Service am Mittwoch

Jetzt will sie ihr Angebot nochmals erweitern: Ab Mittwoch wird das Wunschstübbche zum RHEINPFALZ-Servicepunkt. „Für die Leute aus der Region ist das ein Gewinn“, ist die 42-Jährige überzeugt. Schon früher hätten sich ihre Kunden häufig wegen des RHEINPFALZ-Ticket-Service, den Lang in ihrem Laden anbot, auch nach Familienanzeigen erkundigt. „Bisher musste ich sie immer wegschicken. Das ändert sich jetzt“, freut sie sich.

Künftig können Kunden alles rund um das Zeitungsabonnement bei Lang oder einer ihrer vier Mitarbeiter klären: Familien-, Trauer- und Kleinanzeigen für den Räumungsmarkt oder Ähnliches können in der Glanstraße 5 künftig aufgegeben werden. Auch Nachsendungen, Pausierungen bei Urlaubsreisen oder Reklamationen bearbeitet Lang und ihr Team: „Wenn beispielsweise mal die Zeitung nicht erschienen ist, melden wir das weiter und der Kunde erhält von uns kostenlos eine Ersatzausgabe.“ Wer hingegen die RHEINPFALZ erst einmal testen will, der kann außerdem ein Probeabo im Brücker Servicepunkt abschließen.

Neu ist für lang das Angebot allerdings nicht. Als sie noch in der Postfiliale in Schönenberg gearbeitet habe, gab es dort ebenfalls ein RHEINPFALZ-Servicepunkt. „So bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen, auch in meinem eigenen Laden das Angebot einzurichten.“

Ins Dorfleben integriert

Die Selbstständigkeit macht der ehemaligen Erzieherin sichtlich Spaß. Besonders die familiäre Stimmung im Ort gefällt Lang gut. Nun hofft sie, mit ihrem erweiterten Angebot, noch mehr auf die Wünsche der Brückener eingehen zu können.

Die Brückener hätten den Laden ab der Eröffnung vor fünf Jahren gut angenommen, erzählt sie. „Wir sind Teil des Dorfgeschehens.“ Zeit, um sich nach dem Wohlbefinden der Kunden zu erkundigen oder ein kleines Schwätzchen zu halten, bleibt oft. Auf die Nähe zu ihren Kunden legt die Unternehmerin großen Wert. „Manchmal kommt auch einfach mal jemand rein, weil er sich etwas von der Seele reden will – das bleibt natürlich im Laden.“ Das soll sich trotz erweitertem Angebot so schnell auch nicht ändern.

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