Kreis Kusel Enttäuschung bei Assen aus dem Kreis

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KARLSRUHE. Bei den deutschen Hallen-Leichtathletikmeisterschaften in Karlsruhe belegte Stabhochspringerin Franziska Kappes aus Glan-Münchweiler den neunten Platz. Somit hat sie ihr Minimalziel – eine Top-Ten-Platzierung – erreicht. Mit ihrer Leistung war sie allerdings nicht zufrieden. Sprinterin Sina Mayer aus Schönenberg-Kübelberg scheiterte im Vorlauf und sah ihren Start als „Katastrophe“ an.

In der eigens für dieses Ereignis umgebauten Messehalle in Karlsruhe nahm ein erlesenes Feld den Wettkampf im Angriff. Die deutschen Top-Athletinnen Lisa Ryzih, Martina Strutz und Katharina Bauer nutzten die Meisterschaft, um sich für die anstehenden Halleneuropameisterschaften in Prag nachhaltig in Erinnerung zu bringen. Für die teilnehmenden U23-Athletinnen bestand die Chance, bei diesem Großereignis auf sich aufmerksam zu machen. Im Juniorenbereich gibt es keine separaten Hallenmeisterschaften. Der Wettkampf begann für Franziska Kappes, die für den TSV Bayer Leverkusen startet, mit der Einstiegshöhe von 3,95 Meter. Diese überquerte sie souverän im ersten Versuch. Somit war eigentlich der Grundstein gelegt. „Ich kam mit dem Anlauf auf der sehr schnellen Bahn überhaupt nicht zurecht. Der Boden schwingt sehr stark, so dass ich beim Absprung zu nahe an der Latte war. Auch die Umstellung auf jeweils härtere Stäbe hat letztendlich nichts gebracht. Aus diesem Grund bin ich nicht ganz zufrieden“, zeigte sich Kappes nach dem Wettbewerb doch einigermaßen enttäuscht. Ihre Probleme waren bei den Versuchen über die Höhe von 4,10 Meter deutlich zu sehen. Beim ersten Versuch war Kappes viel zu nahe an der Latte, beim zweiten war es dann etwas besser. Im dritten Versuch mit einem noch härteren Stab touchierte sie die Latte beim Herunterfallen. Mit ihrer persönlichen Bestleistung von 4,20 Meter wäre der fünfte Platz möglich gewesen, weil alle Nachwuchsspringerinnen des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatten. So setzten sich wie erwartet die Favoritinnen durch. Siegerin wurde Lisa Ryzih vor Katharina Bauer und Marina Strutz (wir berichteten in der RHEINPFALZ am Sonntag). „Franziska ist noch jung und hat noch viele Wettkämpfe vor sich. Leider konnte sie im Vorfeld aufgrund ihres Studiums nicht noch weitere Sprungveranstaltungen besuchen, um die Stabilität bei den Sprüngen zu erlangen. Dennoch sind wir auf einem guten Weg. Für die kommende Sommersaison peilen wir die Qualifizierung für die U23-Europameisterschaften in Thallin an“, war Trainer Lezek Klima weniger enttäuscht als Kappes selbst. Am Wochenende steht bereits ein weiterer Wettkampf in Bad Oyenhausen auf dem Programm. „Eigentlich wollte ich mit dem Hallenstürmer-Cup in Zweibrücken am nächsten Wochenende die Hallensaison ausklingen lassen. Aber der Verein hat uns für einen anderen Wettkampf gemeldet. Danach gehe ich mit meinen Eltern zum Skilaufen, bevor die Sommervorbereitung mit dem Trainingslager in Italien beginnt“, ließ Franziska Kappes ihre weiteren Planungen wissen. Alles andere als optimal lief es auch für die Sprinterin Sina Mayer aus Schönenberg-Kübelberg. Die Läuferin des LAZ Zweibrücken, die sich im vergangenen Jahr durch sehr gute Leistungen als deutsche Staffelersatzläuferin die Reise zur U20-WM nach Eugene verdient hatte, stellte sich dem Start über 60 Meter, blieb aber im Vorlauf mit 7,72 Sekunden hängen. „Die Nervosität war zu groß, der Start eine Katastrophe“, machte die 20-Jährige eine klare Ansage. Ihre Hoffnung, ein Start im Zwischenlauf, erfüllte sich nicht. Die Hallensaison ist nun für sie vorbei, am Samstag beim Hallenstürmer-Cup wird sie die Leitung des Essen- und Getränkestandes übernehmen. Beim LAZ absolviert sie seit August ihr Freiwilliges Soziales Jahr und arbeitet im Kindertraining, bei dem das LAZ eine Kooperation mit der Hilgard-Grundschule eingegangen ist. (meg/ku)

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