Kreis Kusel Einmalig im besten Sinne

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Dass die Garagenrocker von Raw aus Kaiserslautern, sozusagen als Lokalmatadoren, die Jubiläumsausgabe zum zehnten Geburtstag des Yeah-Yeah-Festivals am 12. November in Hinzweiler eröffnen, steht schon länger fest. Jetzt haben die Macher das restliche Programm bekanntgegeben. Karten gibt es ab Dienstag.

„Egal welchen großen Radiosender man hört, an L’aupaire kommt man nicht mehr vorbei“, sagt Mario Gailing, der sich im Kollektiv der Yeah-Yeah-Macher um die Band- ebenso wie um die Pressekontakte kümmert. Kein Wunder, dass Gailing und seine Mitstreiter ziemlich stolz sind, genau diesen Musiker im November in Hinzweiler zu Gast zu haben. Nicht nur, weil die Tickets für L`aupaire-Konzerte zurzeit weggehen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. „Einer der Newcomer des Jahres gibt sich die Ehre, als wohl letzter Headliner bei einem Yeah-Yeah-Festival aufzutreten“, spielt Gailing darauf an, dass die Neuauflage von Yeah Yeah zehn Jahre nach der Premiere eine einmalige Geschichte sein soll. Die Macher, die das Alternative- und Indie-Festival 2006 aus der Taufe hoben und Bands wie The Horrors, The Blue Van und Kadaver (als die noch ein Insidertipp waren) in die Königslandhalle brachten, haben 2012 aufgehört. Berufliche und familiäre Entwicklungen haben sie in die halbe Republik verstreut, die Energie, die die Organisation einer Großveranstaltung braucht, fließt in andere Richtungen. Der Mensch hinter dem Künstlernamen L’aupaire ist Robert Laupert, Hesse, Multiinstrumentalist und Sänger mit markantem Timbre. Irgendwo zwischen Bob Dylan und Mumford & Sons siedelt die Kritik die Musik auf seinem Debütalbum Flowers an, mit einem guten Schuss Tom Waits auch noch. So sehr die Stilanleihen changieren: Einigkeit besteht, dass Lauperts eigentliches Element nicht das Studio, sondern die Bühne ist. Über 100 Auftritte pro Jahr stehen zu Buche, in kleinen Clubs und auf großen internationalen Festivals. Chuckamuck, The Animen und Wedge, die weiteren Bands des Abends, stehen in Sachen musikalischer Qualität nicht hintan. „Chuckamuck aus Berlin sind inzwischen mehr als nur ein Geheimtipp“, sagt Gailing. Mit deutschen Texten und punkigen Riffs erinnert das Quartett Fans an die alten Tocotronic oder an Die Sterne. Mit denen spielten sie kürzlich auch zusammen beim Union-Berlin-Festival an der alten Försterei. Zweite Hauptstadtband in Hinzweiler sind Wedge. „Schmutziger Heavy Krautrock aus der Hauptstadt“, beschreibt Gailing diesen Fang. Beim selben Label wie Kadavar beheimatet, seien gewisse Gemeinsamkeiten nicht zu leugnen. Bleiben The Animen aus der Schweiz. Ein Zufallsfund im Plattenladen habe die Yeah-Yeah-Macher auf die Spur der Schweizer um den stimmstarken Frontmann Théo Wyser gebracht, erzählt Gailing. „Wunderbarer Retro Rock `n` Roll, bei dem kein Tanzbein still stehen wird.“ Nach der Livemusik öffnet der Weird Beat Club zur Disco. Den Erlös des Abends spenden die Veranstalter an die Organisation Musik gegen Krebs. Info Yeah-Yeah-Festival, Samstag, 12. November, 20 Uhr, Königslandhalle Hinzweiler. Wer die Bands nicht kennt, kann auf der Seite www.yeahyeahfestival.com in ihre Musik reinhören. Dort können auch Tickets zu 12 Euro gebucht werden. Der Vorverkauf beginnt am Dienstag, 16. August. |kgi

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