Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Derbyspannung in der Bezirksliga

TSG Wolfstein-Roßbach (blaue Trikots) gegen TuS Schönenberg (rote Trikots): Das 4:0 für die Gastgeber ist unterwegs. Nach einem
TSG Wolfstein-Roßbach (blaue Trikots) gegen TuS Schönenberg (rote Trikots): Das 4:0 für die Gastgeber ist unterwegs. Nach einem Eckball springt Tobias Jung (14) am höchsten und trifft per Kopfball ins gegnerische Tor.

Während die englische Woche in der Bezirksliga für die TSG Wolfstein-Roßbach bislang ein voller Erfolg war, gestalteten sich die Ergebnisse für den TuS Schönenberg genau umgekehrt. Am Sonntag empfängt der TuS die „Bepas“ zum Derby. Auch für die „Rowos“ als Tabellenführer steht ein viel Spannung versprechendes Duell auf dem Programm.

0:6 bei der SpVgg Waldfischbach-Burgalben am Samstag, 3:7 bei der TSG Wolfstein-Roßbach am Dienstag. Zwei herbe Schlappen musste der TuS Schönenberg jüngst hinnehmen. Beim Spiel in Wolfstein lag man nach 32 Minuten bereits mit 0:6 im Hintertreffen. „Wahnsinn, was wir für Fehler gemacht haben. Eigentlich wollten wir es wie die TSG machen. Früh anlaufen, attackieren. Und dann liegst du nach 20 Minuten 0:4 hinten, da waren alle Pläne über den Haufen geworfen. Danach ging es nur noch darum, das Spiel ordentlich über die Bühne zu bringen“, gab Alexander Becker kurz nach dem Spiel zu Protokoll. Ein, wenn auch nicht allein entscheidender Grund für die ernüchternden Ergebnisse: In der Trainingswoche zuvor standen dem Trainer aus verschiedenen Gründen bis zu sieben Stammspieler nicht zur Verfügung, was aber keine Entschuldigung für gemachte Fehler sei.

Am Sonntag (16 Uhr) hat man in einem weiteren Kreisderby gegen den TuS Bedesbach-Patersbach die neuerliche Chance auf Punkte. „Natürlich haben wir etwas gutzumachen. Aber: Für den Auftritt in Waldfischbach wollten wir das auch schon in Wolfstein“, erklärt Becker, der im Duell gegen die „Bepas“ auch letztmalig auf den gesperrten Routinier Timo Molter verzichten muss.

Schöne Momentaufnahme

Ganz anders ist natürlich die Stimmung in Wolfstein. Nach dem 7:3 gegen die Schönenberger hat der Aufsteiger die Tabellenführung in der Bezirksliga übernommen. „Eine schöne Momentaufnahme“, will Spielertrainer Johannes Schell diese Tatsache aber nicht überbewerten. Zwei Tage zuvor gab es bereits einen 4:2-Erfolg bei der TSG Trippstadt. „Dort haben wir es nach dem 3:0 noch mal unnötig spannend gemacht“, blickt Schell zurück. Diese Spannung war am Dienstag indes kaum zu spüren. Da legte die Schell-Truppe los wie die Feuerwehr. Keine 60 Sekunden dauerte es bis zum ersten Treffer. Das nach dem 7:0 ein wenig Spannung abfiel, Schönenberg noch zu drei Treffern kam: Ärgerlich, aber letztlich nicht mehr als ein Schönheitsfleck für den Trainer: „Das haben wir brutal stark gespielt. Wir haben den Gegner früh gestört, ihn zu Fehlern gezwungen. Hätten wir den einen oder anderen Angriff nicht zu fahrig ausgespielt, hätte es zur Pause noch höher als 6:0 stehen können.“

Auch die „Rowos“ treten im nächsten Spiel zu einem weiteren Derby an, empfangen am Sonntag um 15 Uhr den SV Nanz-Dietschweiler. „Wir gehen auch in dieses Spiel, um es erfolgreich zu bestreiten. Aber wir wissen auch, dass uns wieder ein guter Gegner erwartet und wir an die Leistungsgrenze gehen müssen, um die Punkte in Wolfstein zu behalten“, so Schell, dem voraussichtlich der komplette Kader zur Verfügung steht.

„Bepas“ sehr zufrieden

Es geht wieder voran: Der TuS Bedesbach-Patersbach befindet sich nach einer kriselnden Phase wieder im Aufwärtstrend. 15 Tore in drei Partien und dabei nur ein Gegentor lautet die Bilanz. Trainer Thomas Löber ist mit dieser Entwicklung sehr zufrieden. Gegen Zweibrücken verbuchten die „Bepas“ ein 6:0 und gegen Palatia Contwig netzte die Mannschaft von Thomas Löber gleich neun Buden ein. Und gegen offensivstarke FCK-Portugiesen konnte sein Team die Null halten. Am Sonntag durfte der TuS zum ersten Mal in dieser Saison wieder auf dem altgewohnten Naturrasenplatz auflaufen. Dass dieser Platz der heimischen Elf liegt, wurde bereits nach zwölf Minuten sehr deutlich. Da war nämlich bereits ein 4:0 auf der Anzeigetafel abzulesen. Nach dem Seitenwechsel ging das Torspektakel weiter. Am Ende siegten die „Bepas“ auch in der Höhe verdient mit 9:1.

Am Dienstag stand die Mannschaft wieder auf dem Rasen. Dieses Mal auf dem Kunstrasenplatz der FCK-Portugiesen. Der Gegner hatte mehr vom Spiel und kreierte mehr Chancen. Dafür verpassten die „Bepas“ nur knapp den Lucky Punch – das 0:0 ging also in Ordnung. Löber hebt dabei die Defensivarbeit hervor. „Die Erfolgsgeschichte beginnt hinten. Und wir waren hinten wirklich unheimlich kompakt.“ Im kommenden Derbyspiel gegen Schönenberg wird auch genau das wieder eine Rolle spielen. Der Aufsteiger aus der A-Klasse überzeugt nämlich vor allem mit seiner Offensive. Für Löber gilt: „Wir wollen den Oktober weiter vergolden.“

SV Nanz-Dietschweiler spielt für Paul

Auch der SVN hat zwei erfolgreiche Spiele hinter sich. Gegen Kirchheimbolanden überzeugte er vor allem im ersten Abschnitt, gegen Reichenbach hingegen erst nach der Pause. „Wir haben eine grandiose erste Halbzeit gespielt“, freute sich Trainer Fabian Lauder nach der Partie gegen den SVK. Seine Elf belohnte sich aber erst in der 42. Minute, als Torgarant Yannick Mahl per Fallrückzieher zum 1:0 traf. Die direkte Antwort erfolgte jedoch noch vor der Pause. Nach einem durch den Spielertrainer selbst zu kurz ausgeführten Freistoß kassierte seine Mannschaft ein Kontertor. Im zweiten Abschnitt konnten beide Mannschaften je einen Elfmeter verwandeln. Für Lauder galt bei beiden Entscheidungen: „Konnte man, musste man aber nicht geben.“ Also geht für ihn das Unentschieden in Ordnung.

Partie gedreht

Gegen Fehrbach sahen die Anhänger des SVN ein umgekehrtes Bild. Im ersten Abschnitt war die Mannschaft etwas schläfrig und geriet nach einem individuellen Patzer in Rückstand. Nach dem Seitenwechsel kam der SVN aber wieder gut ins Spiel und drehten die Partie noch auf 2:1.

Am Sonntag steht das Derby gegen die „Rowos“ an. Lauder weiß die Qualität des Aufsteigers zu schätzen. Für den Kapitän wird es zudem eine besonderes Spiel. Paul Kopp bestreitet die letzte Partie vor einer sechsmonatigen Pause. „Er verlässt uns aufgrund eines Auslandssemesters in Israel“, erklärt Lauder. Er kündigt in dem Zuge an: „Wir werden uns nicht verstecken und für Paul noch mal alles reinwerfen.“

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