E-sport
Der SWFV bittet die Mannschaften an die Konsole statt auf den Rasen
Das Ziel des Winter-Qualifiers war es, eine Art Setzliste für ein Ligensystem im „eFootball“ auszuspielen. An der Playstation waren verbandsweit 90 Mannschaften aktiv, sechs davon aus dem Kreis Kusel. Gespielt wurde nach dem sogenannten „Hammes-Modell“: Nachdem der erste Spieltag ausgelost wurde, war danach bis zum achten Spieltag der jeweilige Tabellennachbar der Gegner. Die ersten 14 Mannschaften qualifizierten sich für die zukünftige e-Verbandsliga, die Ränge 15 bis 42 bilden zwei Landesligen, alle anderen spielen in insgesamt vier Bezirksligen, für die sich bis einschließlich 24. Januar auch Nachzügler neu anmelden können. Ebenso sind fortan auch zweite Mannschaften eines Vereins zulässig.
Bestplatziertes Team aus dem Kreis Kusel an der „PS4“ war die SG Hüffler-Wahnwegen auf Platz 28. Vier Siege, ein Remis, drei Niederlagen und somit 13 Punkte standen für die SG bei 58:37 Toren am Ende zu Buche. In der künftigen Landesliga II kommt es dann ab Februar auch zu zwei Kreisderbys. Denn auch die SpVgg Glanbrücken (30., 13 Punkte, 58:40 Tore) und die SG Altenglan/Rammelsbach (42., zwölf Punkte, 63:64 Tore) werden in die gleiche Liga eingeteilt.
Spaß im Vordergrund
Für Glanbrücken war Yannik Jung alleine an der Konsole aktiv. „Platz 30 von 90 klingt erstmal gut. Aber eigentlich waren die ersten Zehn schon mein Ziel. Der gespielte 90er-Modus ist allerdings nichts für mich“, erzählt er und sieht da für die Zukunft noch Verbesserungsbedarf. Alles in allem sei er aber mit dem Verlauf „ganz zufrieden“. „Es geht ja primär um den Spaß, da kann man gelassener an die Sache herangehen“, erklärt er im Hinblick auf die in der Liga anstehenden Aufgaben, wo er aber natürlich bestmöglich abschneiden will.
Drei weitere Mannschaften aus dem Kreis werden vorerst in den e-Bezirksligen an den Start gehen. Der TuS Bedesbach-Patersbach schloss die Quali-Runde auf Platz 51 (elf Punkte, 46:44 Tore) ab, auf Rang 67 mit neun Punkten und 55:64 Toren war der SV Medard zu finden. Beide werden der Bezirksliga I zugeteilt, Position 78 nahm final der SV Kaulbach-Kreimbach (sieben Punkte, 44:79 Tore) ein, dieser findet sich in der Bezirksliga IV wieder.
„Rowos“ erfolgreich
Deutlich weniger Mannschaften spielten an der Xbox One. Insgesamt waren 14 Teams am Start und spielten einmal „Jeder gegen Jeden“. Aus dem Kreis Kusel war die TSG Wolfstein-Roßbach dabei, die am Ende auf Platz vier kam. Sie gewann neun Spiele, vier wurden verloren und ein Torverhältnis von 109:42 erreicht. Damit stellte die TSG den zweitbesten Angriff und die drittbeste Defensive in der Liga. „Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit unserer Leistung. Alle Spiele, die wir verloren haben, haben wir verdient verloren“, konstatierte Jerrit Braun, der gemeinsam mit Christian Huber und Niklas Lalla für die „Rowos“ aktiv war und es auch weiter sein wird. Braun selbst konnte in den vergangenen vier Partien drei zweistellige Siege landen.
Wie die Ligen an der Xbox aufgeteilt werden, ist aktuell noch nicht ganz klar und entscheidet sich erst nach der Meldephase. Als Vierter des Winter-Qualifiers wird die TSG aber mit ziemlicher Sicherheit in einer künftigen Verbandsliga an den Start gehen dürfen. Egal wie es kommt, Jerrit Braun hofft dann auf „starke Duelle und eventuell neue Verknüpfungen mit Spielern anderer Vereine“, betont aber auch, „dass das Spaß machen und die aktuelle Zeit positiv überbrücken soll“.
