Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel „Bepas“ wollen gar nicht auf die anderen schauen

Szene aus dem Hinspiel: Spielertrainer David Becker (links) vom TuS Bedesbach-Patersbach im Duell mit Efe Görlek vom SV Winterba
Szene aus dem Hinspiel: Spielertrainer David Becker (links) vom TuS Bedesbach-Patersbach im Duell mit Efe Görlek vom SV Winterbach. Bedesbach-Patersbach gewann 3:2, am Sonntag steht das Rückspiel an.

Am Wochenende rollt in der Landesliga West der Ball wieder. Der TuS Bedesbach-Patersbach will weiter punkten. Einer Sache traut Trainer David Becker noch nicht.

Ein Trainer, der mit der Vorbereitung auf die Restsaison – gerade im Winter – restlos zufrieden ist? Das gibt es wahrscheinlich nur höchst selten. Doch genau das ist bei David Becker, dem Trainer des Fußball-Landesligisten TuS Bedesbach-Patersbach, der Fall. „Tatsächlich war es das erste Mal in meiner Laufbahn, dass in der Vorbereitung wirklich alles so lief, wie es geplant war“, berichtet Becker, der Mitte Januar seinen 34. Geburtstag feierte. „Wir hatten auch keine Probleme mit Schnee oder vereisten Plätzen.“ Das einzige, was dann doch nicht geklappt hat, war das am vergangenen Wochenende geplante letzte Testspiel gegen den Saar-Landesligisten SV Wustweiler. „Da hat unser Gegner krankheitsbedingt abgesagt“, so Becker. „Aber ansonsten bin ich sehr zufrieden mit der Vorbereitung und den Einheiten, die wir absolvieren konnten.“

Zufrieden war der 34-Jährige, der unmittelbar vor der Winterpause seinen Trainervertrag bei den „Bepas“ verlängerte, auch mit den drei Vorbereitungsspielen, die sein Team austragen konnte. Gegen die Bezirksligisten VfB Reichenbach und SV Nanz-Dietschweiler gab es jeweils ein 1:1, gegen den Saar-Landesligisten SV Baltersweiler einen 2:0-Erfolg.

Sehr gute Trainingsbeteiligung

Dass nun der letzte Test vor dem Landesliga-Neustart, bei dem der TuS am Sonntag (15 Uhr) beim SV Winterbach antreten muss, ausfiel, findet Becker gar nicht so schlimm. „Die Trainingsbeteiligung war in der Vorbereitung immer sehr gut“, sagt er. „Ich habe fast immer alle Mann an Bord gehabt. Klar war der ein oder andere mal krank, aber generell war die Beteiligung sehr gut. Von daher sehe ich uns, was den Fitnesszustand angeht, sehr gewappnet, um wieder in der Liga zu spielen.“

Änderungen am Kader gab es in der Winterpause nicht. Dennoch hat der TuS-Trainer wieder einige Spieler mehr zur Verfügung. „Die drei länger erkrankten oder verletzten Spieler sind jetzt noch dazu gekommen“, so Becker. „Die sind wieder fit, haben voll mitgemacht. Von daher können wir da aus dem Vollen schöpfen.“

Ziel Klassenverbleib

Das ausgegebene Ziel beim Aufsteiger, der bislang 26 Punkte gesammelt hat, lautet weiterhin Klassenverbleib. Ein Stück ist der TuS diesem Ziel bereits nähergekommen, da der TuS Rüssingen sein Team abgemeldet hat und somit als Absteiger feststeht. Auch die Sportfreunde Bundenthal haben angekündigt, dass sie nach der Saison freiwillig in die C-Klasse gehen wollen, um dort einen Neuanfang zu starten – das wäre dann schon das zweite Team, das als Absteiger feststeht. Ausgehend von drei Absteigern könnten sich die „Bepas“ angesichts von 16 Punkten Vorsprung auf den Tabellenletzten SV Hinterweidenthal also schon zurücklehnen. Oder?

„Nein“, meint Becker, der dem Braten in Sachen Bundenthal noch nicht so ganz traut. „Klar, das mit Rüssingen ist ja offiziell und wurde uns vom Verband auch mitgeteilt“, sagt der Spielertrainer. „Aber bei Bundenthal gibt es laut Verband noch nichts Offizielles zu einem Rückzug. Also könnten die immer noch am letzten Spieltag sagen, wenn sie in der Klasse geblieben sind: Wir spielen weiter in der Landesliga. Insofern sehe ich nur mit Rüssingen einen fixen Absteiger.“

„Fleißig Punkte sammeln“

Auf der anderen Seite sei das aber auch egal betont Becker. „Ich will das Ziel sportlich mit meiner Mannschaft so oder so schaffen. Von daher interessiert mich weniger, was die anderen machen. Wir müssen schauen, dass wir genauso wie in der Hinrunde fleißig Punkte sammeln – dann können die anderen machen, was sie wollen.“

Auch wenn der Start nach der Vorbereitung immer eine gewisse Unsicherheit über das Leistungsvermögen des eigenen Teams mit sich bringe, „sehe ich uns gut gerüstet“, so Becker. „Ich denke, wir sind auf einem guten Fitnesslevel. Dazu kommt: Wir sind eine eingespielte Mannschaft, so dass uns auch eine längere Pause nicht viel von unserem Spiel wegnimmt.“

Nächster Gegner ist zu jeder Zeit gefährlich

An den anstehenden Gegner Winterbach, der in der Tabelle mit 18 Punkten auf Platz zwölf liegt, haben der TuS-Trainer und seine Spieler gute Erinnerungen. Holten sie doch beim 3:2 auf eigenem Platz ihren zweiten Saisonsieg. „Ja, das Hinspiel lief gut“, bestätigt Becker. „Da waren wir auch die bessere Mannschaft. Allerdings: Winterbach war zu jeder Zeit gefährlich. Das ist ein sehr unangenehm zu bespielender Gegner.“ Winterbach habe gerade auch in der Offensive Qualität. „Von daher sind wir da gut vorbereitet und auch gewarnt“ sagt Becker und fügt an: „Aber ich bin überzeugt, wenn wir an unsere Leistungsgrenze drankommen, können wir da auch als Sieger vom Platz gehen.“

Es wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Ziel Klassenverbleib – und – ungeachtet aller Unwägbarkeiten mit Abmeldungen oder Ähnlichem – sicher auch ein gutes Gefühl beim Neustart.

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