Kreis Kusel Beide erwischen keinen guten Tag
«Ulmet.»Nicht schön, aber erfolgreich – so lässt sich der gestrige Heimauftritt des SV Ulmet gegen die SpVgg Glanbrücken/St. Julian in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord zusammenfassen. Am Ende entschied der SVU die insgesamt schwache Partie aber nicht ganz unverdient mit 3:0 (2:0) für sich.
„Einstellung und Einsatz haben heute gestimmt, und wir haben das defensiv ganz gut gelöst, haben den Gegner meist zu langen Bällen gezwungen“, fasste Ulmets Co-Trainer Marcel Ohlrich das aus Gastgebersicht Positive der Begegnung zusammen. Dass die Heimelf zuvor spielerisch nicht gerade den besten Auftritt auf den ziemlich verdörrten Ulmeter Rasen gebracht hatte, gestand SVU-Trainer Florian Niebergall auch unumwunden ein. „Aber wir haben vorne eben dreimal konsequent unsere Chance genutzt und deshalb auch nicht unverdient gewonnen.“ Die Zuschauer sahen über 90 Minuten viel Stückwerk und immer wieder unnötige Ballverluste von zwei Mannschaften, die beide nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Beide Teams waren über 90 Minuten sichtlich um Spielkontrolle bemüht, schafften es aber zumeist beide nicht, den Ball mal etwas länger in den eigenen Reihen zu halten. Spielerisch gelang sowohl Ulmet auch als den Gästen aus Glanbrücken und St. Julian kaum etwas. Doch es war eben die Heimelf, die vor dem Tor konsequenter war und bis zur Pause durch zwei Treffer von Daniel Alexander (30.) und Daniel Wolff (41.) bereits 2:0 führte. Beide Treffer hatte der gestern stark spielende SVU-Mittelfeldakteur Daniel Hillmer vorbereitet. Die ersten 20 Minuten nach dem Wechsel gehörten dann aber den Gästen. Die Platzherren kamen nach dem Seitenwechsel zunächst kaum noch in die Zweikämpfe, und wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätten Glanbrückens Kevin Christmann (53.) oder Moritz Jung (67.) ihre Großchancen zum Anschlusstreffer genutzt. So aber schob Christmann den Ball völlig freistehend aus fünf Metern neben das Tor, und bei Jungs Kopfball konnte Ulmets Keeper Jochen Ammann den Ball gerade noch über die Latte lenken. Als erneut Daniel Alexander nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Andre Horbach den 3:0-Endstand erzielte (91.) war die Partie längst entschieden. Glanbrückens Coach Sven Kannacher haderte nach Abpfiff besonders mit der konditionellen Verfassung seines Teams. „Das sind die Folgen unserer schlechten Vorbereitung“, konstatierte der Trainer. „Das war heute ein schwaches Spiel von beiden Mannschaften. Aber Ulmet hat seine Chancen genutzt und wir eben nicht. Wir sind oft nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen, waren läuferisch zu schwach und vorne unkonzentriert und nicht konsequent genug – so kannst du eben kein Spiel gewinnen.“ So spielten sie SV Ulmet: Ammann - Niebergall, Allmann, Wagner, Metz (31. Klinck) - Decker, Cappel, Hillmer (84. Hebel), Wolff - Bender (71. Horbach), Alexander SpVgg Glanbrücken/St. Julian: Pascal Jung - Klahr, Finke, Klein, Engel (56. Metzger) - Kolb, Dick, Ginkel, Christmann - Moritz Jung, Christmann (85. Kittel) Tore: 1:0 Alexander (30.), 2:0 Wolff (41.), 3:0 Alexander (91.) - Gelbe Karten: Allmann - Ginkel, Christmann, Klahr - Beste Spieler: Hillmer, Wolff, Alexander - Ginkel, Klein, Christmann - Zuschauer: 83 - Schiedsrichter: Nagel