Kreis Kusel Auf musikalischer Wanderschaft

Das Salonorchester mit Sängerin und Moderatorin Martina Veit begeisterte die gut 70 Zuhörer.
Das Salonorchester mit Sängerin und Moderatorin Martina Veit begeisterte die gut 70 Zuhörer.

„Das kommt mir spanisch vor“ lautete der Titel des Konzertes des Salonorchesters Cosella. Das Ensemble begeisterte am Sonntagnachmittag das Publikum im Kammermusiksaal der Zehntscheune auf der Burg Lichtenberg.

Und passend zur Ausstellung über Wandermusikanten im Museum der Zehntscheune war auch der Nachmittag eine musikalische Wanderschaft. Wie die Sopranistin Martina Veit, die den Abend moderierte, schon zu Beginn versprach, bedeute der Titel nicht, dass nur spanische Lieder auf dem Programm stünden, sondern vielmehr, dass „der spanische Klang der Schwerpunkt ist“. Dabei betonte die Solistin allerdings schmunzelnd, dass die Stücke noch nicht mal aus Spanien stammen müssten, um so zu klingen: „Die schönsten spanischen Klänge stammen von Franzosen.“ Das Orchester, das seit knapp sieben Jahren existiert, spielte sich so quasi einmal um die Welt. Zum Auftakt gab es den „Spanischen Marsch“ von Josef Rixner, „einem waschechten Bayern“, wie Veit es ausdrückte. Die Sängerin begeisterte das vorwiegend ältere Publikum nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit ihrem Humor, was für eine sehr lockere Atmosphäre sorgte. Was natürlich bei einem Konzert unter dem Motto „Spanisch“ nicht fehlen durfte, war ein Medley aus der weltbekannten Oper „Carmen“. Obwohl diese von dem Franzosen George Bizet geschrieben worden sei, stehe sie doch für das spanische Lebensgefühl. Die gut 70 Zuschauer waren verzaubert von Veits kraftvoller Stimme, welche sie in vielfältiger Weise sowohl in mexikanischen Schlagern als auch in französischen Chansons, wie dem Klassiker „La vie en rose“ von Edith Piaf, sowie bei Opernmelodien und einem Tango klangvoll einsetzte. Begeistert war das Publikum vor allem von ihrer Darbietung des Liedes „Meine Lippen, die küssen so heiß“ von Franz Lehar, bei dem jeder auf Wolke sieben schweben konnte. Bereits zuvor hatte die Sopranistin angedeutet, dass es bei diesem Lied „heiß hergehen“ werde, und sie enttäuschte nicht. Das Salonorchester Cosella besteht überwiegend aus Mitgliedern des Westpfälzischen Symphonieorchesters sowie noch weiteren Musikern. Der Kontrabassist der Gruppe, Wolfgang Graff, ist derjenige, der das Thema des Konzertes ausgewählt hatte. „Zunächst einmal habe ich über das Sprichwort nachgedacht und festgestellt, dass es als Motto sehr eingängig ist“, erklärte Graff. Dann habe er verschiedene Kompositionen dazu ausgewählt und sie gemeinsam mit dem Rest des Orchesters arrangiert: „Das ist ein organischer Prozess, und jeder kann seinen Teil dazu beitragen.“

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