Kreis Kusel 1000 Athleten aus aller Welt erwartet

St. Wendel. Kommenden Sommer blickt die Sportwelt nach St. Wendel: Am 25. und 26. Juni finden in und um die Kreisstadt der Powerman-Duathlon statt. Höhepunkt ist die Langdistanz – zehn Kilometer Laufen, 120 Kilometer Radfahren, 20 Kilometer Laufen –, zugleich Teil der „Champion Series“.
machte in der Vergangenheit immer wieder als Sportstadt von sich Reden. Nun kommt im Powerman-Duathlon eine hochkarätige Veranstaltung hinzu, wie Thomas Wüst, Abteilungsleier Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung in St. Wendel, sagt (wir berichteten kurz). Zumindest für die kommenden drei Jahre. Denn so lange gilt der Vertrag, den die Stadt mit der schweizer Powerman AG abgeschlossen hat, die unter anderem Duathlon-Wettkämpfe in Brasilien, Malaysia, Florida, Mallorca oder auf den Philippinen ausrichtet. „Das ist für uns ein großes Kompliment und auch ein Vertrauensbeweis“, ergänzen Wüst und Stadtbürgermeister Peter Klär. „Hier ist das Potenzial vorhanden, dass der Wettkampf ein Klassiker werden kann. St. Wendel soll sich zur Marke entwickeln, auch wenn das einige Jahre dauern sollte“, sagt Stefan Ruf, Vizepräsident der Powerman AG. Er zieht sogar Vergleiche zum weltweit größten Wettkampf auf der Triathlon-Langdistanz im fränkischen Roth: „Die Voraussetzungen sind ähnlich, die Strecke führt auch dort durchs Grüne.“ Über die Langdistanz müssen die Teilnehmer in St. Wendel zehn Kilometer Laufen, 120 Kilometer Radfahren und zum Abschluss 20 Kilometer Laufen. „Leicht ist das nicht, aber deswegen trainieren die Sportler ja“, erläutert Lokalmatador Sammy Schu. Vor zwei Jahren wurde der Tholeyer Weltmeister in seiner Altersklasse beim Duathlon in Zofingen (Schweiz), bei den jüngsten fünf Auflagen des Kuseler Team-Duathlons stand er ganz oben auf dem Podest. Schu gab bei der Planung der Radstrecke viele Hinweise und will im Juni ebenfalls an den Start gehen. „Ein Wettkampf dieses Formats vor der Haustür ist für mich der persönliche Höhepunkt.“ Die 40 Kilometer lange Radrunde führt über Urweiler, Leitersweiler, Freisen, Oberkirchen, Haupersweiler, Osterbrücken, Niederkirchen und Werschweiler zurück nach St. Wendel. „Höhenmeter zu sammeln fällt bei unserer Landschaft nicht schwer“, schildert Schu. Pro Runde – auf der Langdistanz sind drei zu absolvieren – sind 792 Meter Aufstieg zu meistern. „Das ist auf jeden Fall eine knallharte, selektive Strecke“, ist Thomas Wüst überzeugt. Die Laufstrecke ist ein Fünf-Kilometer-Rundkurs durch die Kreisstadt. „Das ist für die Zuschauer schöner und auch für die Athleten angenehmer“, befindet Stadtbürgermeister Klär. Rund 1000 Athleten erwartet das Organisationskomitee am Veranstaltungswochenende im Sommer – viele Anfragen seien bereits eingegangen. Neben der Langdistanz werden ein Sprint (fünf Kilometer, 40 Kilometer, fünf Kilometer) sowie der Powerkids-Wettkampf (ein Kilometer, zwei Kilometer, ein Kilometer) angeboten. Da die Veranstaltung Teil der „Champion Series“ ist – diese umfasst Rennen in Kopenhagen, Amsterdam, Ulm, Zofingen und St. Wendel –, werden auch viele Profi-Athleten erwartet. Powerman-Vizepräsident Ruf rechnet mit dem amtierenden Weltmeister Gaël Le Bellec (Frankreich), Katrin Esefeld (Altersklasse-Siegerin beim Ironman auf Hawaii) sowie Saarland-Meisterin Svenja Thös. Bis Sommer bleibe noch einiges zu tun, schildert Wüst. „Ein großer Brocken war natürlich die Strecke. Nun geht es vor allem um den Online-Auftritt, da die meisten Sportler über die Sozialen Netzwerke kommunizieren. Da wollen wir ebenfalls eine Plattform bieten.“ Hinsichtlich Tourismus und Unterkünfte sieht Wüst die Region bereits gut aufgestellt. „Wir haben durch unsere bisherigen Sportveranstaltungen ein gutes Netzwerk aufgebaut.“