Kusel
St. Julian: B 420 wird deutlich früher fertig, aber leider nicht mehr vor Weihnachten
Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt in St. Julian gehen weiter überaus zügig voran. In diesem Jahr könne die seit gut einem Jahr komplett gesperrte B 420 zwar noch nicht wieder freigegeben werden, Ortsbürgermeister Philipp Gruber hofft aber auf eine Fertigstellung im Frühjahr. Ursprünglich sollte die Maßnahme erst im Oktober 2020 beendet werden.
„Wir liegen nach wie vor sehr gut im Zeitplan“, sagt St. Julians Ortsbürgermeister Philipp Gruber auf Anfrage der RHEINPFALZ. Die Ortsdurchfahrt wird auf rund 1,2 Kilometern für rund vier Millionen Euro saniert.
Die Asphaltarbeiten seien zwar im Prinzip abgeschlossen. Weil aber noch andere Arbeiten ausgeführt werden müssen, sei es leider nicht möglich, die Straße noch in diesem Jahr für den Verkehr freizugeben. Noch Anfang September hatte Gruber ganz zaghaft die Hoffnung geäußert, es könnte etwas werden mit diesem Weihnachtsgeschenk.
Gehwege werden gepflastert
Begonnen hatte der Ausbau der Ortsdurchfahrt im Oktober des vergangenen Jahres. Über die Feiertage war die Straße im vergangenen Winter für den Verkehr geöffnet. „Das geht in diesem Jahr leider nicht“, bedauert Gruber.
„Zum einen werden noch Pflasterarbeiten ausgeführt – beispielsweise müssen die Gehwege im dritten Bauabschnitt noch gepflastert werden –, und zum anderen stehen auch noch Baumaschinen im Weg, was für den Bundesstraßenverkehr zu gefährlich wäre.“ Außerdem fehlen laut Gruber noch Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsschilder müssen auch noch aufgestellt werden. Zumindest sei aber die Bäckerei mittlerweile wieder über die Mühlstraße zu erreichen.
Hoffen auf gutes Wetter
Wann es im kommenden Jahr weitergeht, hänge in erster Linie von den Witterungsverhältnissen ab. „Das Wetter kann einem im Januar da ja immer mal einen Strich durch die Rechnung machen“, weiß Gruber. Spielt die Witterung mit, könne die Straße eventuell schon im Laufe des Frühjahres freigegeben werden.
„Und wenn man bedenkt, dass Maßnahme mit zwei Jahren Bauzeit geplant war und im Oktober 2020 fertig werden sollte, wären wir damit noch immer rekordverdächtig schnell“, sagt der Ortsbürgermeister mit einem Schmunzeln.
Einwurf
Na also. Geht doch. Zuletzt hatten wir nicht mehr daran geglaubt, dass größere öffentliche Projekte – darunter Straßen – mal im Zeitrahmen fertig werden könnten. Wochen, oft Monate gingen ins Land; über das vorgesehene Bauende hinaus. Mal mit mehr, mal mit weniger nachvollziehbaren Gründen für die Verspätungen. Nun blicken wir hoffnungsfroh nach St. Julian, auf eine Straße, die nur eineinhalb statt zwei Jahre dauern wird. Das gibt uns den Glauben daran zurück, dass der Berliner Flughafen nicht überall Schule macht.