Kusel Porträt: Milena Keiper – „lieber klassisch als im Bikini“

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„Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben, weil es wieder eine ganz spontane Teilnahme war“, berichtete die Glanbrückerin Milena Keiper kurz nach ihrer Wahl zur 40. Kuseline. Moment, wieder? Ja, erst im Januar hatte sie an einer Wahl teilgenommen: zur Miss Rheinland-Pfalz. Dort hatte sie als „ziemliche Novizin“, wie sie selbst sagt, noch am Tag vor der Veranstaltung Zweifel, ob sie die Sache tatsächlich durchziehen soll. Sie entschied sich dafür und belegte am Ende den dritten Platz (Die RHEINPFALZ berichtete). Ein schöner Erfolg! „Aber Kuseline zu werden, das freut mich mehr“, sagt die heimatverbundene 19-Jährige. Und außerdem: „Klassisch gekleidet ist mir schon lieber als im Bikini.“ Derzeit gehe sie viele große Schritte in ihrem Leben auf einmal. Erst vor drei Wochen hat Milena Keiper nach ihrem Abi an der Berufsbildenden Schule II in Kaiserslautern ihre Ausbildung zur Industriekauffrau beim Kunststoffverarbeiter Simona in Kirn begonnen. Und mit Eröffnung der Kuseler Messe beginnt ihr Jahr als Kuseline, auf das sie sich riesig freut. „Das ist eine Sache, die mein Leben bereichern und mir viel Erfahrung bringen wird.“ Gepunktet hat die sport- und shoppingbegeisterte Blondine bei der Jury durch ihr selbstbewusstes Auftreten und ihre offene Art. „Ich habe mich so gegeben, wie ich bin“, sagte sie nach ihrer Vorstellung vor der Jury, „ich dachte, dass ich so am ehesten überzeuge.“ Warum sie glaubt, eine gute Vertreterin des Landkreises zu sein? „Ich bin offen, zielstrebig und gehe gerne auf Menschen zu. Außerdem liebe ich meine Heimat, die ich jetzt gerne mit Stolz repräsentieren will.“ Das erste Telefonat nach der Wahl galt ihrer Mutter – allerdings griff Milena Keiper dabei zunächst nicht selbst zum Hörer: Die freudige Nachricht erfuhr die Mama von der Vorgängerin. „Hallo? Hier ist Jessica Ulrich. Ihre Tochter wird meine Nachfolgerin.“ Das hat zwar für einige Verdutztheit in Glanbrücken gesorgt, die Freude war aber umso größer. Den Papa, der zum Abholen eingeteilt war, auf dem Parkplatz vor der Burg wartete, informierte die designierte Kuseline von Angesicht zu Angesicht. „Ich bin bei der ersten Gelegenheit die paar hundert Meter hin- und dann wieder zurückgerannt“, erzählt sie – kein Problem, große Teile ihrer Freizeit verbringt die eloquente 19-Jährige auf dem Rad oder im Fitness-Studio. |tmü

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