Kusel „Nur, wenn ich zufällig beim Zappen draufstoße“

Heute beginnen offiziell die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang. Bis zum 25. Februar werden in zahlreichen Disziplinen insgesamt 102 Entscheidungen fallen. Die RHEINPFALZ wollte von Passanten in Kusel wissen, ob sie den Spielen entgegenfiebern, welche Disziplinen sie besonders interessieren und wie sie die Chancen der deutschen Olympioniken bewerten.

«Kusel.» Die Kuselerin Sabine Blankenbach ist nicht sonderlich an den Olympischen Spielen interessiert, obwohl sie Biathlon eigentlich ganz gerne verfolgt: „Wenn ich zufällig sehe, dass ein Biathlon-Wettkampf kommt, dann werde ich mir das anschauen.“ Aber eine Sportfanatikerin wie manch anderer, den sie kenne, sei sie keineswegs. Die deutschen Sportlern könnten sich aber durchaus gute Chancen ausrechnen, vor allem die Biathleten seien ja zurzeit gut in Form. Auch Hans Heil aus Kusel interessiert sich bei den Winterspielen vor allem für die Biathlon-Wettkämpfe, fürs Skispringen kann er sich ebenfalls begeistern: „Ich schaue mir die Wettkämpfe aber nur sporadisch an, wenn ich gerade einmal beim Zappen zufällig draufstoße.“ Mit einigen Disziplinen könne er aber gar nichts anfangen – beispielsweise Eisschnelllauf. Die Chancen der Deutschen könne er nur schwer einschätzen, das Niveau der einzelnen Nationen sei zu ähnlich: „Es wird jeweils von der Tagesform der Athleten abhängen, ob sie um die Medaillen mitkämpfen, bei Eishockey oder Eislaufen sind sie aber chancenlos.“ Kaum Interesse an den Winterspielen hat hingegen Simone Laub aus Haschbach. Sie verfolgt die Ergebnisse höchstens abends in den Nachrichten: „Meine Arbeitskollegen sind da ganz wild drauf und schauen es alle, ich kann nur wenig damit anfangen.“ Dennoch glaube sie, dass die Deutschen bei den Spielen ganz gut abschneiden und zahlreiche Medaillen erringen könnten: „Ich glaube, die deutschen Athleten sind in Form und stehen ja meistens ganz gut da.“ Alexander Rech aus Matzenbach hat wenig übrig für die Winterspiele. Er hoffe nur, dass in Südkorea genügend Schnee für die Sportler vorhanden sei: „Ich denke, durch den Klimawandel wird es bald gar keine Winterspiele mehr geben, oder sie finden in Saudi-Arabien in einer Halle statt.“ Obwohl er sich kaum für Wintersport interessiere, bleibe er beim Zappen hin und wieder bei solchen Veranstaltungen hängen. Er geht davon aus, dass die deutschen Sportler vor allem beim Viererbob oder beim Skispringen durchaus Chancen auf Medaillen haben. Christian Engler aus Kusel freut sich hingegen auf die Spiele. Er werde heute die Eröffnungsfeier schauen – falls er die Zeit dazu findet: „Mich interessieren vor allem Alpiner Skilauf, Eishockey und Biathlon, da werden schon ein paar Stunden vor dem Fernseher zusammenkommen.“ Gute Chancen für die Olympioniken sehe er allerdings vor allem beim Bobfahren und dem Frauenbiathlon. Monika Barz schaut sich ebenfalls gerne Skispringen und Biathlon an und hat vor, die Entscheidungen bei den Spielen zu verfolgen: „Ich bin da nicht so verrückt wie mein Mann, aber hin und wieder schaue ich das auch gerne.“ Sie glaubt, dass die Deutschen ganz gut dabei sein werden und sich im oberen Drittel des Medaillenspiegels etablieren können: „Ich denke, die besten Chancen auf Gold wird Laura Dahlmeier beim Biathlon haben, das würde mich sehr für sie freuen.“ Barz bedauert aber die zahlreichen Doping-Skandale, die den Olympischen Spielen mehr und mehr den Glanz nehmen würden und damit letztlich die ehrlichen Sportler bestraften.

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