Kusel Kreistag gibt Geld frei für den Fall, dass der Bund den Kreis für „Trafo“-Programm berücksichtigt

Das Musikantenland-Museum auf Burg Lichtenberg steht im Mittelpunkt der „Trafo“-Bewerbung.
Das Musikantenland-Museum auf Burg Lichtenberg steht im Mittelpunkt der »Trafo«-Bewerbung. Foto: M. hoffmann

Der Kreistag hat jene Mittel freigemacht, die an Eigenbeteiligung notwendig werden, wenn er in das Bundesförderprogramm „Trafo 2 – Modelle für Kultur im Wandel“ aufgenommen wird. Es handelt sich dabei um 142.500 Euro an Mitfinanzierung sowie um die Zusage, dass im vorgesehenen Zeitraum 2020 bis 2023 die zuletzt bereitgestellten Mittel für das Musikantenland-Museum auf Burg Lichtenberg nicht gekürzt werden.

Aktuell ist noch fraglich, ob der Landkreis bei diesem Projekt zum Zuge kommt. Die Entscheidung fällt voraussichtlich im Dezember. Insgesamt 17 Projekte aus neun Bundesländern sind für die Endausscheidung des Wettbewerbs ausgewählt worden. Fünf von ihnen kommen in den Genuss einer Förderung des Bundes von jeweils 1,25 Millionen Euro über vier Jahre.

Der Landkreis Kusel hatte sich 2018 für das Projekt beworben und dafür beispielsweise die Unterstützung für „Kunst im Grünen“ an der Wasserburg Reipoltskirchen ausgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei die Tradition des Westpfälzer Wandermusikantentums, das im heutigen Landkreis Kusel seinen Schwerpunkt hatte. Allerdings ist auch der Landkreis Kaiserslautern als Juniorpartner mit dabei, in dessen Ortsgemeinde Mackenbach das „Westpfälzer Musikantenmuseum“ zu finden ist. Dieses und das Musikantenland-Museum auf der Burg sollen, wenn Kusel berücksichtigt wird, zu „zentralen Kultur- und Begegnungsstätten für die gesamte Region“ werden. Das sei eine Chance, langfristig die Musikkultur und die aktiv Kulturschaffenden der Region zu stärken.

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