Kusel Für die Ortsgemeinden wird’s auf jeden Fall teurer

Wenn die Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler mit einem ihrer Nachbarn fusioniert, wird’s für ihre Ortsgemeinden teuer. Das gilt unabhängig vom Fusionspartner, wie aus einem internen Papier der Verwaltung hervorgeht.
Die Verwaltung hat anhand der Umlagesätze errechnet, welche Zusatzbelastungen auf die Ortsgemeinden im Falle einer Fusion zukämen – und zwar für jede mögliche Zweier-Fusion. Dass die Kommunen der Verbandsgemeinde drauflegen werden, war allerdings zuvor schon klar. Denn bekanntlich hat die Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler mit 38 Prozent den niedrigsten Umlagesatz. Nach jetziger Berechnungsgrundlage zahlen die 13 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler im kommenden Jahr insgesamt eine Umlage von 2,77 Millionen Euro. Am günstigsten kämen die Ortsgemeinden bei einer Fusion mit Ramstein-Miesenbach davon. Dort würden sie bei einer Umlagehöhe von 43 Prozent 3,14 Millionen Euro zahlen. Die nächst teurere Variante wäre die in Bruchmühlbach-Miesau, wo der Umlagesatz 44 Prozent belegt. Dieser Satz würde Umlagezahlungen in Höhe von 3,21 Millionen Euro bedeuten. Waldmohr und (ab 1. Januar 2015 auch) Schönenberg-Kübelberg haben einen Umlagesatz von 45 Prozent. Käme der zum Tragen, müssten die Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler 3,28 Millionen Euro zahlen. Kusel wird mit 46 Prozent geführt, was Umlagezahlungen von 3,35 Millionen Euro bedeutet. Allerdings ist laut Aufstellung aus Glan-Münchweiler in Kusel noch eine Sonderumlage zu zahlen, die den Satz auf 48,1 Prozent hebt. Damit liegt Kusel noch über Altenglan mit 47 Prozent. Dort fielen Umlagezahlungen von 3,43 Millionen Euro an. Bricht man diese Zahlen auf die Sitzgemeinde Glan-Münchweiler herunter, so wird deutlich, was ihr im ohnehin klammen Geldbeutel fehlen würde. Derzeit zahlt sie 488.800 Euro Umlage an die VG. Käme der Umlagesatz von Altenglan zum Tragen, wären es 604.500 Euro; also fast 120.000 Euro mehr. Selbst beim mittleren Satz von 45 Prozent (Waldmohr, Schönenberg-Kübelberg) wären es 578.800 Euro, also 90.000 Euro zusätzlich. Für die umlageschwächste Gemeinde Henschtal (derzeit 100.500 Euro) wären es immerhin auch 19.000 beziehungsweise 24.000 Euro mehr. Die Verwaltung hat auch die durchschnittliche Distanz für alle Ortsgemeinden berechnet, wenn der Sitz der VG nach einer Fusion in einer anderen Gemeinde wäre. Am nächsten wäre es im Schnitt nach Schönenberg-Kübelberg (11,28 Kilometer), gefolgt von Kusel (12,84), Altenglan (13,91) und Ramstein-Miesenbach (15,65). (wop)