Kusel
Burg Lichtenberg: Der Aufzug wird zum Problem
Der Kreis muss den geplanten Aufzug für die Zehntscheune auf Burg Lichtenberg ein drittes Mal ausschreiben – und nun soll er, der Not gehorchend, anders aussehen als geplant. Das hat der Kreisausschuss am Mittwoch beschlossen. Die Burg soll bekanntlich behindertengerecht ausgebaut werden; das gilt vor allem für die Zehnscheune, in der sich das Musikantenlandmuseum befindet. Aber: Das Unterfangen wird schwieriger als gedacht. Denn beim ersten Mal hatte keine einzige Firma ein Angebot für den Aufzug abgegeben.
Bei der zweiten Ausschreibung reichte zwar die Firma Kone ein Angebot ein. Das jedoch übertrifft mit 390.000 Euro die Kostenplanung um satte 210.000 Euro. „Das gefällt weder uns noch gefällt es dem Zuschussgeber“, sagte Landrat Otto Rubly. Ein weiteres Kone-Angebot mit normalem statt teurem entspiegeltem Glas wäre zwar mit 240.000 Euro vielleicht gerade noch gegangen. Allerdings besteht der Denkmalschutz auf entspiegeltem Glas. Nun soll eine dritte Ausschreibung erfolgen. Damit das Projekt ins Budget passt, wird auf Glas verzichtet. Stattdessen soll der Aufzug mit Schiefer verkleidet werden. Das soll billiger sein und akzeptabel für den Denkmalschutz.
Vergeben hat der Kreisausschuss derweil unter anderem eine Sicherheitsbeleuchtung für die Unterburg sowie eine Stromversorgung. Diese Investitionen von 16.400 Euro sind notwendig, damit dort weiter Veranstaltungen durchgeführt werden können.