Kusel 42. Kuseline heißt Lena Sophie Geuer

„Jetzt zittere ich sogar ein bisschen“: Die Kuseline in spe Lena Geuer bedankte sich für ihre Wahl und zollte auch den anderen K
»Jetzt zittere ich sogar ein bisschen«: Die Kuseline in spe Lena Geuer bedankte sich für ihre Wahl und zollte auch den anderen Kandidatinnen Respekt. Anna-Maria Woll, die amtierende Kuseline, und RHEINPFALZ-Redakteurin Barbara Scheifele gratulierten zuerst.

Lena Geuer wird an der Kuseler Messe als 42. Kuseline eingesetzt werden. 13 Juroren haben die 22-jährige Rammelsbacherin am Donnerstagabend auf der Burg Lichtenberg in dieses Amt gewählt. Sechs junge Frauen hatten sich vorgestellt – ein starkes Bewerberfeld, das die Entscheidung nicht einfach gemacht hat.

Laute Stimmen sind aus dem Raum nebenan zu hören, dann Stühlerücken. Die sechs Kandidatinnen zur Kuseline schauen gespannt auf die Tür, die vom Keller der Zehntenscheune der Burg Lichtenberg zum Hauptsaal führt. Als die Juroren wieder am U-förmigen Tisch Platz genommen haben, verkündet die amtierende Kuseline Anna-Maria Woll das Ergebnis: Die Rammelsbacherin Lena Sophie Geuer hat es geschafft. „Die Entscheidung war sehr schwer, es war ein ganz tolles Bewerberfeld“, sagt RHEINPFALZ-Redakteurin Barbara Scheifele, die den Abend moderiert. „Wir hätten gerne ein paar genommen, aber wir mussten uns für eine entscheiden. Mein Tipp: einfach nochmal versuchen.“ Zustimmend nicken die Juroren.

Jede Kandidatin stellt sich etwa zehn Minuten lang vor

Nicht nur für die Kuseline-Anwärterinnen ist der Abend eine Premiere, sondern auch für mehrere Juroren, 13 an der Zahl. Etwa zehn Minuten dauert die Vorstellung jeder Kandidatin, die von Barbara Scheifele befragt wird. Zu Beruflichem wie Privatem wird ihr auf den Zahn gefühlt. Auch die Juroren können weitergehende Fragen stellen. Kennenlernen können die Juroren die Anwärterinnen auch beim gemeinsamen Häppchenessen, bevor sich die Jury in den Nebenraum zurückzieht, für eine etwa 20-minütige Beratung. „Spannend“, findet Landrat Otto Rubly den Abend, sagt er beim anschließenden lockeren Beisammensein. „Es war eine schwere Wahl.“ Sybille Kretz, Vertreterin der Karlsberg Brauerei und eine von drei Frauen im Komitee, meint lachend: „Gar nicht so langweilig, wie ich gedacht hatte.“ Die Juroren sind eindeutig nicht so abgebrüht wie bei Fernsehshows, diskutieren auch nach der Verkündung etwas weiter, nennen es Philosophieren, und Markus Voborsky gibt zu: „Ich gehe immer mit etwas Bauchweh raus wegen denen, die es eben nicht geworden sind.“ Viel Mut hat er vorher den Kandidatinnen bescheinigt – das könnten nur Frauen, das sei nichts für Männer, scherzhaft hinzugefügt.

Die sechs Kandidatinnen verstehen sich von Anfang an gut

Von der Heimatverbundenheit aller sechs Kandidatinnen ist der Landrat besonders beeindruckt. „Das ist auch mal schön zu hören, das kommt nicht so oft vor“, sagt er. Wahrscheinlich haben sich die sechs Kandidatinnen deshalb auch gleich auf Anhieb gut verstanden, weil sie die gleiche Liebe zum Kuseler Land verbindet. „Wir waren eine gute Truppe und haben uns gut verstanden“, sagt Lena Geuer in ihrer kurzen Ansprache. Vorher hatten mehrere beim Warten betont, dass sie sich gegenseitig den Titel gönnen, es jede verdient habe, Kuseline zu werden. Die Kandidatinnen und die Juroren sind sich zudem einig, dass die Rammelsbacherin in große Fußstapfen tritt. „Anna-Maria war eine hervorragende Kuseline“, lobt Barbara Scheifele. „Sie hat ganz besondere Akzente gesetzt, sie hat auf dem Esel, im Abendkleid und mit Fußballschuhen eine gute Figur gemacht.“ Diese Herausforderung will die Lehramtsstudentin gerne annehmen. Lena Geuer wird ab der Messe dann auch die Betreuung des Facebook-Auftritts der Kuseline übernehmen. Also rein schauen! Ab der Messe geht es dann los für Lena Geuer.

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