Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Vom CCR in den Ruhestand: Was Burgel Stein erlebt und noch vor hat

Burgel Stein, die ehemalige stellvertretende Geschäftsführerin des CCR, genießt nun ihren Ruhestand in ihrem Zuhause in Ramstein
Burgel Stein, die ehemalige stellvertretende Geschäftsführerin des CCR, genießt nun ihren Ruhestand in ihrem Zuhause in Ramstein.

Burgel Stein arbeitete 22 Jahre lang im Haus des Bürgers beziehungsweise später im Congress Center Ramstein. Nun hat sie den Ruhestand angetreten.

Burgel Stein bezeichnet sich als Ureinwohner von Ramstein und denkt auch als frisch gebackene Rentnerin nicht daran, ihren geliebten Heimatort zu verlassen. Viele Künstler hat sie kennengelernt und zahlreiche Veranstaltungen miterlebt. Didi Hallervorden habe sie besonders beeindruckt. „Er kam kränkelnd und dick eingemummelt auf dem Parkplatz an. Und dann auf der Bühne: Zack! Da war er, der Didi, wie man ihn kennt“, berichtet die 65-Jährige. Gerne erinnere sie sich auch an „Urmel aus dem Eis“, als zig Erwachsene Schlange standen, um sich 40 Zentimeter große Marionetten anzusehen.

2003 als Azubi angefangen

Als stellvertretende Geschäftsführerin des Congress Center Ramstein (CCR) war die Veranstaltungskauffrau immer nah am Geschehen. In ihrer 22-jährigen Tätigkeit für das Kulturzentrum war sie unter anderem mitverantwortlich für die Organisation, die Programmgestaltung und für die Betreuung der Künstler. „Ich rede gerne und gehe auch gerne auf Menschen zu“, sagt Stein über sich. Daher habe ihr diese Arbeit viel Freude bereitet. Sie habe sich immer sehr wohl gefühlt im CCR. Der Umgang mit Künstlern und den Gästen und die Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer Andreas Guhmann und den rund 45 Mitarbeitern seien die Gründe dafür. Volles Engagement über die geregelten Arbeitszeiten hinaus und häufige Einsätze an Wochenenden waren deshalb für sie selbstverständlich.

Dabei kam die Ramsteinerin erst relativ spät zu ihrer Bestimmung. Zuerst hatte sie Bürokauffrau gelernt und 27 Jahre bei der Firma Grundig in Miesau gearbeitet. Als diese in Insolvenz ging, entschloss sich die damals 43-Jährige, nochmal eine Ausbildung zu machen. So fing sie 2003 als Azubi zur Veranstaltungskauffrau im Haus des Bürgers an. Dafür drückte sie in Bad Dürkheim abermals die Schulbank. Das sei nicht einfach gewesen, seien die anderen Azubis doch alle junge Menschen gewesen und sogar die Lehrer jünger als sie selbst. Doch sie habe volle Akzeptanz erfahren und wolle diese Zeit nicht missen. Den Schritt, als Veranstaltungskauffrau im Congress Center tätig zu werden, habe sie nie bereut. Von Beginn an konnte sie sich dort über tolle Kollegen und ein gutes Betriebsklima freuen.

Auch zuhause in eingespieltes Team

Als Burgel Stein im Januar verabschiedet wurde, trat Marco Stuppy, ihr ehemaliger Azubi, ihre Nachfolge an. Nicht nur die ehemalige CCR-Mitarbeiterin wird ihren Arbeitsplatz vermissen, sondern auch ihr Ehemann. Denn Peter Stein hat seine Frau gerne bei ihrer Tätigkeit unterstützt. „Ich habe mich oft gemeldet, um ehrenamtlich beim Einlass zu Veranstaltungen behilflich zu sein und etwa Karten zu scannen. Das war immer sehr interessant und wird mir schon fehlen“, gesteht der pensionierte Polizeibeamte.

Nun, da sie beide im Ruhestand sind, müsse man gucken, ob man sich verträgt, meint Burgel Stein mit einem Augenzwinkern. Tatsächlich ist das kinderlose Ehepaar ein eingespieltes Team in seinem stilvollen Zuhause. Die Steins leben im Elternhaus der Rentnerin, das sie gemeinsam umfangreich modernisiert haben. Sie sei in diesem Haus auf die Welt gekommen und habe es seitdem als Wohnsitz nie verlassen. Sogar ihr Mann habe vorher in derselben Straße gewohnt. „Als Kinder haben wir uns gekloppt und später sind wir zusammengekommen“, sagt die Ramsteinerin und lacht. Da sie in letzter Zeit gesundheitlich nicht auf der Höhe sei, wünsche sie sich für die Zukunft nichts mehr, als wieder gesund zu werden. Denn zusammen will das Paar nun gerne das Rentnerdasein genießen und spontan Veranstaltungen und Feste besuchen oder auch Reisen unternehmen.

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