Hütschenhausen
Vier Standorte für Kita-Neubau möglich
Drei Kindertagesstätten (Kitas) stehen den Kindern in Hütschenhausen bereits zur Verfügung. Das aber könnte zukünftig nicht mehr ausreichen. Die Kreisverwaltung Kaiserslautern berechnet, wie hoch der Bedarf in allen Kommunen des Landkreises ist. Sie geht davon aus, dass langfristig weitere 39 Kinder in Hütschenhausen Anspruch auf einen Kita-Platz haben werden. Die kommunale Kita Villa Kunterbunt und die beiden konfessionell geführten Einrichtungen könnten sie nicht alle aufnehmen, sagt Ortsbürgermeister Achim Wätzold (CDU). Alle Kitas seien voll.
Derzeit besuchten etwas über 80 Kinder die Villa Kunterbunt. Platz für rund zehn mehr könnte geschaffen werden, wenn ein Mehrzweck- und Lagerraum zu einem Gruppenraum umgestaltet würde. Ein entsprechender Bauantrag sei vor einem Dreivierteljahr bei der Kreisverwaltung gestellt worden. „Für eine neue Betriebserlaubnis für über 90 Kinder müsste dieser erst positiv beschieden werden“, beschreibt Wätzold die Abläufe.
„Wir müssen die Plätze zur Verfügung stellen“
Aber auch damit könnte der zu erwartende Mehrbedarf der Zukunft nicht gedeckt werden. Also soll eine neue Kita gebaut werden. Da habe die Ortsgemeinde nicht wirklich eine Wahl, sagt der CDU-Mann, „wir müssen die Plätze zur Verfügung stellen“. Und da durch das künftige Neubaugebiet im Krämel mit weiteren Kindern gerechnet werden könne, sei ein Neubau ohnehin sinnvoll.
Eine erste Standortanalyse hat nun ergeben, dass vier Grundstücke dafür infrage kämen. Das erste liege im Westen der Gemeinde, in der Nähe des Spielplatzes Buchenweg Nord, sagt Wätzold. Das zweite sei ein Gelände westlich des Hütschenhausener Friedhofs. Betrachtet worden seien außerdem noch der Multifunktionsplatz an der Sporthalle Hütschenhausen sowie ein Grundstück in Katzenbach. Dort werde gerade ein Neubaugebiet Im Pferch entwickelt. In diesem Zuge könnte eine Kita mit eingeplant werden. „Baulich möglich wäre es auf allen“, sagt der Ortschef, auch wenn zum Beispiel das Geländeprofil am Friedhof von den analysierenden Architekten als „herausfordernd“ bezeichnet worden sei.
Gibt der Rat am Dienstag den Startschuss?
Welcher Standort letztlich das Rennen macht, entscheidet der Ortsgemeinderat. Das Gremium diskutiert am Dienstag, 8. Oktober, über das Thema. Sollten sich die Mandatsträger durch die Standortanalyse bereits ausreichend informiert fühlen und sich auf ein Gelände festlegen, heiße das jedoch nicht, dass es sofort mit dem Bauen losgehen könne, teilt Wätzold mit. Es wäre nur der Startschuss für den weiteren Weg: Die Grundstückseigentümer müssten gefragt werden, ob sie verkaufen, Baurecht müsse geschaffen, die Planung vergeben werden. Dann folgten die Planung selbst, der Antrag auf Genehmigung und das Warten auf die Bewilligung.
Termin
Der Ortsgemeinderat Hütschenhausen kommt am Dienstag, 8. Oktober, um 19.30 Uhr im Ratssaal des Bürgerhauses Hütschenhausen in öffentlicher Sitzung zusammen.