Mehlingen
Steinewerfer auf der A63: Polizei bittet Anwohner um Hilfe
Der oder die Täter hatten in besagter Nacht einen Asphaltbrocken auf die A63 geworfen. Dadurch wurden vier Autos beschädigt, die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere zehntausend Euro. Verletzt wurde niemand. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wird nun wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.
Um dem oder den Tätern auf die Schliche zu kommen, bitten die Ermittler auch Anwohner Mehlingens und Baalborns um Hilfe, die an ihren Anwesen eine Videokamera installiert haben und betreiben. Die Beamten schließen nicht aus, dass die Täter von einer Kamera aufgezeichnet worden sein könnten. Die Eigentümer der Überwachungskameras werden gebeten, die Aufnahmen der Tatnacht zu überprüfen und Verdächtiges der Kriminalpolizei Kaiserslautern, Telefon 0631 3692620, zu melden. Es solle allerdings kein Videomaterial an die Polizei geschickt werden, „unsere Spezialisten sichern es vor Ort“, teilte die Polizei mit.
Brücke bislang nicht videoüberwacht
Die Brücke selbst wird bislang nicht kameraüberwacht. Seit 2013 wurden schon mehrfach Gegenstände von der Überführung, die Teil eines Wanderwegs durch die Mehlinger Heide ist, auf die Autobahn geworfen. Daher wurde bereits über eine Überwachungskamera nachgedacht, insbesondere nachdem sich 2022 ein Motorradfahrer schwer verletzte, als er herabgeworfenen Rundhölzern auszuweichen versuchte. Derzeit sprächen aber datenschutzrechtliche Bedenken gegen die Installation von Kameras, teilte zuletzt eine Sprecherin des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr mit. Die für die Brücke zuständige Autobahn GmbH, Niederlassung West, ist dem Ministerium unterstellt.
Auch ein höheres Geländer oder Wurfschutz- oder Fangschutzeinrichtungen wurden bisher nicht angebracht. Da solche baulichen Veränderungen nicht nur an der Mehlinger, sondern an vielen anderen Brücken auch vorgenommen werden müssten, sei dies nicht leistbar, heißt es aus dem Ministerium.