Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Schauturnen des Turn-Teams Sickingen

Mit ihrer Choreographie zu „In der Weihnachtsbäckerei“ begeisterten die Minis das Publikum in der Reichswaldhalle.
Mit ihrer Choreographie zu »In der Weihnachtsbäckerei« begeisterten die Minis das Publikum in der Reichswaldhalle.

Wer meint, dass Kinder heutzutage eher unsportlich sind und sich nur ungern körperlich betätigen, der wurde am Samstag eines Besseren belehrt. Beim Weihnachtsschauturnen des Turn-Teams Sickingen in der Reichswaldsporthalle zeigte der Nachwuchs tolle Leistungen.

„Zwischen jedem Showauftritt einer Gruppe kommt noch eine Wettkampfübung“, erläuterte Lea Wätzold, Sportwartin des Vereins, das Programm. Schon die Kleinen legten dabei Leistungen hin, über die das Publikum nur staunen konnte. „Die Kinder freuen sich das ganze Jahr auf diese Veranstaltung“, sagte dazu Achim Wätzold, der Erste Vorsitzende des Vereins und an diesem Tag auch Moderator des Schauturnens, bei seiner Begrüßung vor den zahlreich erschienenen Gästen.

Bei der einmal pro Jahr stattfindenden Veranstaltung können die Kinder und Jugendlichen ihren Verwandten und Freunden zeigen, was sie im Laufe des Jahres im Verein und in ihrer Trainingsgruppe alles gelernt haben. In der Turnhalle waren dazu etliche Sportgeräte aufgebaut, die sicher viele aus der Schule kennen: So gab es dort unter anderem Stufenbarren, Trampolin, Ringe, Balken, Reck und Matten.

Vom Krabbeln bis zum Spitzensport

Vom Mini- bis zum Profiturner präsentierten die sportlichen Vereinsmitglieder, was sie alles draufhaben. Den Kleinsten flogen dabei von Anfang an die Herzen zu. Sie traten zusammen mit ihren Müttern oder Vätern auf. Während die Eltern dabei schwarz gekleidet waren, trugen die Kleinen süße Hasenohren und turnten unter anderem fröhlich zu dem Kinderlied „Das kleine Kaninchen“ über die Turnmatten. Das kam besonders gut an. Nicht weniger erfolgreich folgten ihnen die etwas „größeren“ Minis, die eine Choreographie zu „In der Weihnachtsbäckerei“ hinlegten und etwa mit ordentlich Anlauf aus einem Trampolinsprung heraus einen Purzelbaum machten. Die Freude am Bewegen und Turnen war den Kleinen bei alledem anzusehen. „Krabbeln, Hüpfen, Laufen und Turnen sind die fundamentalen Bewegungen, die hier vermittelt werden“, erklärte Achim Wätzold dazu sichtlich stolz den Zuschauern.

Die guten Ergebnisse des Konzepts waren auch im Einzelnen erkennbar. So zeigte die sechs Jahre alte Alisa am Reck gekonnt Pflichtübungen, die im Spitzensport geturnt werden. Der sieben Jahre alte Juno bewies an den Ringen – die immerhin in einer Höhe von knapp drei Metern von der Decke herunterhängen –, wie leicht und elegant er seinen Körper hochziehen und hin- und herschwingen konnte.

Große Nachfrage

„Wir haben zwei Sparten im Verein“, erläutert Lea Wätzold den allgemeinen Aufbau: „Den Breiten- und den Spitzensport. Im Breitensport kommen dabei die Kinder zum Spaß an der Freude zweimal in der Woche in den Verein und können dann auch an den Breitensport-Wettkämpfen teilnehmen.“ Der Verein hat mit allen Gruppen zusammen etwa 300 Personen. Davon sind etwa 100 im Spitzensport aktiv. Das Eltern-Kind-Turnen geht dabei schon früh los – etwa ab dem Krabbelalter.

Nachwuchsprobleme hat der Verein, den es in dieser Form erst seit 2017 gibt, nicht. Es bestehe so viel Nachfrage, dass man diese kaum bedienen könne, sagt Lea Wätzold. Zwar habe der Verein 25 ausgebildete Trainer, aber weitere (Nachwuchs-)Trainer müssen erst einmal den C-Trainerschein machen. Wer noch minderjährig ist, kann immerhin als Hilfstrainer zur Seite stehen.

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