Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Planung für Wohnpark muss geändert werden

Soll bebaut werden: Ein Investor möchte auf der Brachfläche am Ramsteiner Ortseingang von Miesenbach kommend drei Mehrfamilienhä
Soll bebaut werden: Ein Investor möchte auf der Brachfläche am Ramsteiner Ortseingang von Miesenbach kommend drei Mehrfamilienhäuser errichten.

Der Ortseingang von Ramstein aus Richtung Miesenbach soll aufgewertet werden. 37 Wohnungen sollen dort entstehen. Wie ein solches Projekt aussehen könnte, dazu hat ein Investor bereits Pläne vorgelegt.

Drei Mehrfamilienhäuser, eines mit elf und zwei mit jeweils 13 Wohnungen, möchte ein Investor als „Wohnpark bei den Luderwiesen“ auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle in Ramstein an der Miesenbacher Straße errichten. Die 1,1 Hektar, um die es geht, befinden sich rechter Hand, von Miesenbach aus kommend, etwas zurückversetzt zur Straße. Ein altes Gebäude, das dort noch steht, soll abgerissen und durch die Neubauten ersetzt werden.

Begrünte Dächer mit Photovoltaikanlagen

Diese Pläne präsentierte Hartmut Jopp vom Ingenieurbüro IGR in der jüngsten Stadtratssitzung in Ramstein-Miesenbach. Die Dächer der drei- bis viergeschossigen Häuser sollen demnach begrünt und mit Photovoltaikanlagen belegt werden. Im Bereich der Stellplätze für Autos wolle der Investor auch eine Schnellladesäule für Elektrofahrzeuge installieren.

Grundsätzlich signalisierten die Ratsmitglieder durch alle Parteien hindurch Zustimmung für das Vorhaben. Dass der Ortseingang von dieser Seite aus schöner gestaltet werden sollte, darin waren sich alle einig. Es gab allerdings auch viele Einwände.

Ratsmitglieder äußern Bedenken

So gab Bodo Mahl (SPD), der selbst in der Nähe des angedachten Wohnparks zuhause ist, zu bedenken, dass der Grundwasserspiegel dort sehr hoch sei. Das vorgesehene Regenrückhaltebecken stehe daher wahrscheinlich schon bei trockenem Wetter voller Wasser und könne dann bei starken Niederschlägen nichts mehr aufnehmen. Er kritisierte außerdem, wie andere Ratskollegen auch, dass die Häuser zu weit südwestlich gebaut werden sollten, genau in einer Ablaufrinne für Wasser. Zwar seien sie zu einem ersten Entwurf, der im Bauausschuss diskutiert worden sei, etwas weiter nach Nordosten gerückt worden, aber nicht genug. Außerdem, fügte Bianka Pfannenstiel (SPD) an, seien dort nun weitere Autostellplätze geplant, die vorher weiter östlich angesiedelt waren. Es habe also lediglich eine Verschiebung stattgefunden.

Roger Bier (Grüne) machte zudem auf einen Baum aufmerksam, der ebenfalls in diesem westlichen Teil stehe. „Ich habe mir das angeschaut, der hat einen Stammdurchmesser von mindestens 1,30 Meter und müsste wahrscheinlich gefällt werden“, wogegen er plädierte. Auch die Bebauung quasi in zweiter Reihe zerstöre mehr Natur als notwendig, da es einen ohnehin schon versiegelten Bereich direkt neben der Straße gebe. „Dort dürfte ruhig gebaut werden“, fand der Grüne und Mahl stimmte ihm zu.

Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU) schlug daraufhin vor, dass der Rat zwar zustimmen sollte, dass ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt wird, den vorgelegten Entwurf des Investors aber in dieser Form ablehnen könnte. Dieser Empfehlung folgten die Mandatsträger einstimmig.

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