Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Landstuhl: Fusion der Verbandsgemeinden abgeschlossen

Amtsantritt vor vollem Haus: Arno Eckel (links) vereidigt Bürgermeister Peter Degenhardt in der gut besuchten Sitzung des Verban
Amtsantritt vor vollem Haus: Arno Eckel (links) vereidigt Bürgermeister Peter Degenhardt in der gut besuchten Sitzung des Verbandsgemeinderats.

Die neue Verbandsgemeinde Landstuhl ist aus der Taufe gehoben. In der konstituierenden Sitzung des Verbandsgemeinderats am Montag wurden Bürgermeister und Beigeordnete ernannt und die Ratsmitglieder verpflichtet. An der Spitze der aus der VG Kaiserslautern-Süd und Landstuhl entstandenen Gebietskörperschaft stehen zwei alte Bekannte.

Nachdem der bisherige ehrenamtliche Beigeordnete der alten VG Landstuhl, Arno Eckel (FWG), die Ratsmitglieder per Handschlag verpflichtet und Peter Degenhardt (CDU) zum Bürgermeister ernannt hatte, übernahm der Mann, der bereits in der vergangenen Legislaturperiode die Geschicke der VG Landstuhl lenkte, das Zepter. „Lassen Sie uns mutig die Chancen ergreifen. Gemeinsam!“, forderte Degenhardt die Ratsmitglieder auf. Mit rund 26.000 Einwohnern stelle die VG Landstuhl rund ein Viertel der Bevölkerung des Landkreises Kaiserslautern. Nun gelte es, eine gut funktionierende Gemeinschaft zu schaffen und sich großen Herausforderungen zu stellen.

Uwe Unnold führt die Riege der vier Beigeordneten an

Dem bisherigen Bürgermeister der VG Kaiserslautern-Süd, Uwe Unnold (FWG), kommt das Recht zu, bis zum eigentlich vorgesehenen Ende seiner Amtszeit als hauptamtlicher Beigeordneter der neuen Gebietskörperschaft zu fungieren. Demzufolge ernannte ihn Degenhardt bis zum 21. Januar 2024. Der VG-Rat beschloss, Unnold die Geschäftsbereiche „Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bürgerdienste“ sowie „Bauen und Umwelt“ zu übertragen.

Nach der Ernennung Unnolds durften die Ratsmitglieder drei ehrenamtliche Beigeordnete wählen. Einzige Kandidatin für den Posten der Ersten ehrenamtlichen Beigeordneten war Nicole Meier (FWG). 33 der 34 anwesenden Rastmitglieder stimmten in geheimer Wahl für sie. Meier erhält den Fachbereich Standesamt als eigenen Geschäftsbereich. Bei der Wahl zur weiteren Beigeordneten setzte sich Vera Lang (CDU), die diese Position schon in der alten VG Landstuhl innehatte, gegen Petra Heid (SPD) mit 25 zu neun Stimmen durch. Sowohl Meier als auch Lang legten nach ihrer Ernennung ihr Mandat im Verbandsgemeinderat nieder. Für Meier rückte Franz Josef Crusius (FWG) in den Rat, für Lang Benjamin Busch (CDU). Anders hielt es der Dritte im Bunde. Richard Roschel behält sein Mandat. Für ihn als weiteren Beigeordneten stimmte der Rat geschlossen.

Direkte Busverbindung von Trippstadt nach Landstuhl geplant

Die Besetzung der Ausschüsse erfolgte gemäß den von den im Rat vertretenen Fraktionen – CDU, FWG, SPD, Linke – eingereichten Vorschlägen jeweils einstimmig. Im Hauptausschuss hat die CDU vier, die FWG drei, die SPD zwei und die Linke einen Sitz. Ebenso sieht es im Rechnungsprüfungsausschuss und im Umwelt- und Verkehrsausschuss aus. In den Werksausschüssen, dem Schulträgerausschuss sowie dem Bäder- und Saunaausschuss stellt die CDU jeweils fünf, die FWG vier, die SPD drei Mitglieder. Die Linke ist mit je einem Mandatsträger vertreten.

Um Trippstadt, Stelzenberg und Schopp besser an den neuen Verwaltungsstandort Landstuhl anzubinden, ist die Einrichtung einer direkten Busverbindung geplant, teilte Degenhardt mit. Bisher müssen die Fahrgäste zunächst nach Kaiserslautern und dann mit dem Zug nach Landstuhl – also einmal umsteigen. Wann die Verbindung eingerichtet wird, steht noch nicht fest. „Spätestens Ende der Sommerferien“, sagt Sven Philipp, der für den Personennahverkehr zuständige Mitarbeiter der Kreisverwaltung Kaiserslautern. Philipp hofft allerdings, dass die Verbindung schon in den nächsten ein bis zwei Wochen eingerichtet werden kann. Der erste Bus soll dann um 5.38 in Trippstadt losfahren, der letzte um 19.38 Uhr. In Landstuhl wird die erste Fahrt um 6.37 Uhr angeboten, der letzte Bus startet hier um 18.46 Uhr. Jeweils neun Fahrten pro Tag sind laut Degenhardt vorgesehen. Dessen Vorschlag, am Nachmittag zusätzlich eine Verbindung auf besagter Route zwischen Krickenbach und Schopp einzurichten, um die Krickenbacher Kinder, die bis 16 Uhr in der Grundschule Schopp betreut werden, mit dem Bus befördern zu können, werde noch geprüft.

Silke Wallé soll für Gleichberechtigung sorgen

Ein Auge auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau wird zukünftig Rechtsanwältin Silke Wallé haben. Auf Vorschlag der CDU-Fraktion wählte der Rat die Kindsbacherin einstimmig zur Gleichstellungsbeauftragten der neuen VG.

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