Landstuhl / Trippstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Freibäder in der Verbandsgemeinde Landstuhl öffnen Mitte Juni – Karten gibt es nur im Internet

Die Freibäder der Verbandsgemeinde Landstuhl öffnen Mitte Juni. Für das Warmfreibad Trippstadt ist der Starttermin noch nicht si
Die Freibäder der Verbandsgemeinde Landstuhl öffnen Mitte Juni. Für das Warmfreibad Trippstadt ist der Starttermin noch nicht sicher.

Der Sprung ins kühle Nass wird im Naturerlebnisbad in Landstuhl definitiv ab Samstag, 13. Juni möglich sein. Voraussichtlich gilt das auch für das Warmfreibad in Trippstadt, wegen kleinerer technischer Probleme könnte sich hier die Eröffnung jedoch etwas verzögern. Einfach hinfahren und reingehen ist wegen Corona nicht möglich. Ohne Internet geht nichts.

„Es wird auf keinen Fall eine Badesaison geben, die so ist, wie sie früher einmal war“, betont Peter Degenhardt (CDU), dass das gewohnt unbeschwerte Umhertollen in den Freibädern in Trippstadt und Landstuhl unter den Corona-Auflagen nicht möglich sein wird. „Erklären sie mal einem Fünfjährigen, warum er nur rechts herum ums Becken laufen darf, nicht aber links herum“, nennt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landstuhl ein einfaches Beispiel für die veränderten Gegebenheiten. Stichwort: „Einbahnstraßenverkehr“. Und so geht es von der Liegewiese (Abstandsregel) bis zur Dusche (jeweils nur eine Person erlaubt) weiter. Ganz zu schwiegen von den Becken, wo ja ebenfalls Abstand gehalten werden muss und Gegenverkehr ausgeschlossen ist.

Maximal 700 Menschen dürfen gleichzeitig ins Naturfreibad in Landstuhl. Angesichts von 1100 Besuchern, die hier sonst an schönen Sommertagen erwartet werden, sei das keine allzu große Einschränkung. Anders sieht es im Warmfreibad Trippstadt aus. An guten Tagen hätten hier in den Vorjahren bis zu 2500 Menschen dem Badevergnügen gefrönt. Höchstens 650 dürfen in dieser Saison rein. „Wir werden horrende Verluste einfahren“, sagt Degenhardt angesichts dieser Zahlen, aber auch mit Blick auf den deutlichen Mehraufwand, der in den Bädern betrieben werden muss. Und da spielen nicht nur die Hygieneauflagen und Kontrollmaßnahmen, die einen erhöhten Personalaufwand bedeuten, eine gewichtige Rolle.

Datenerfassung eine der größten Herausforderungen

Eine der wohl größten Herausforderungen sei, dass die Daten jedes Besuchers aufgenommen werden müssen. Und nicht nur das. Auch wann er das Schwimmbad verlässt, also die Verweildauer, muss erfasst werden. Das kann dauern. Lange Wartezeiten an den Kassen, damit verbunden natürlich größere Menschenansammlungen und am Ende womöglich die Enttäuschung, wenn das Bad voll ist und man nicht mehr eingelassen wird – dies soll den Besuchern erspart bleiben, findet Degenhardt. Daher gibt es vor Ort in diesem Jahr keine Karten.

Die müssen im Internet auf der Homepage der VG www.landstuhl.de bestellt und gleich elektronisch bezahlt werden. „Etwa so wie bei einem Kino“, erläutert Degenhardt. Bis zu sechs Karten können hier geordert werden, allerdings nur für den jeweiligen Tag oder den Folgetag. Der Kunde muss beim Kauf die Kontaktdaten der Besucher angeben. Als Eintrittskarte dient ein QR-Code, der entweder ausgedruckt werden kann oder auf dem Smartphone angezeigt wird. An der Kasse werde dieser einfach eingescannt. Dadurch seien, wie in den Auflagen gefordert, gleich alle Daten erfasst. Beim Verlassen des Bades werde der QR-Code erneut gescannt – die Badezeit ist damit ebenfalls festgehalten.

Kartenkauf übers Internet wohl auch nach Corona möglich

Eine optimale Lösung sei das Karten-Bestellen ausschließlich via Internet zwar nicht, aber wohl die derzeit bestmögliche, meint Degenhardt. Natürlich sehe er das Problem, dass ältere Schwimmbadfans womöglich nicht viel mit dem Internet am Hut haben und daher die Online-Kartenbestellung vielleicht nicht nutzen können. Kinder und Jugendliche hätten hingegen das Problem, oft keine Möglichkeit zur Zahlung im Internet zu haben, da sie keine EC-, Kreditkarte oder einen PayPal-Account besitzen. „Dann müssen die Eltern die Karten bestellen“, nennt Degenhardt eine Lösung für diesen Fall.

Rund 6000 Euro pro Bad koste es, den Kartenkauf im Internet einzurichten. Das Ganze könne aber durchaus auch als Investition für die Nach-Corona-Zeit gesehen werden. Degenhardt kann sich nämlich gut vorstellen, das System weiterhin zu nutzen, wenn alles wieder seinen normalen Gang nimmt. Und zwar parallel zum gewohnten Kartenkauf an der Kasse. Sozusagen als weiteren Service.

Beide Freibäder in der Verbandsgemeinde Landstuhl werden täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet sein. Saisonkarten oder sonstige Dauerkarten gibt es in diesem Jahr übrigens nicht – nur Tageskarten sind erhältlich. Ins Trippstadter Freibad können Kinder bis vier Jahre wie gehabt kostenlos. Im Landstuhler Naturfreibad ist das bis zum Alter von sechs Jahren der Fall. Jugendliche und Erwachsene erhalten ihre Karten zu den gleichen Preisen wie immer.

700 Personen maximal: Definitiv ab 13. Juni können Gäste im Naturerlebnisbad Landstuhl in die Fluten springen.
700 Personen maximal: Definitiv ab 13. Juni können Gäste im Naturerlebnisbad Landstuhl in die Fluten springen.
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