Kreis Kaiserslautern Eingekreist:

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Wie die Zeit vergeht! Fast ein Jahr ist es schon wieder her, seit in Ramstein-Miesenbach mit einem grandiosen Fest der Rheinland-Pfalz-Tag gefeiert wurde. Unvergessen sind die gut gelaunten Besuchermassen, die sich drei Tage lang durch das Städtchen schoben. Unvergessen ist aber auch das enorme Engagement der Ehrenamtlichen, die in Scharen mithalfen, um ihre Heimatstadt mal aus dem Schatten der Air Base heraus für drei Tage in den Fokus des ganzen Landes zu rücken. Und die Ramsteiner können vom Landesfest offenbar nicht genug kriegen. Morgen fahren sie gleich mit drei Bussen nach Alzey, um sich erneut zu präsentieren und beim Festumzug als Gastgeber des Vorjahres den Tross anzuführen. Hoffentlich haben die 150 Teilnehmer genug Regenschirme im Gepäck: Denn während in der Westpfalz vor einem Jahr alle Sonnen vom Himmel strahlten, drohen an diesem Wochenende leider weiterhin Gewitter und Wolkenbrüche. Hoffen wir, dass der Rheinland-Pfalz-Tag in der Nordpfalz nicht ins Wasser fällt! Für all die Menschen, die sich sicher auch in Alzey über Monate bei den Vorbereitungen für das große Fest engagiert haben, wäre das jammerschade. Ja, der Wettergott ist uns derzeit nicht wohlgesonnen und lässt Regen, nichts als Regen auf uns herunterprasseln. Frieren muss zwar keiner, aber so richtig Lust, die heimischen vier Wände zu verlassen, hat man auch nicht. Dabei gibt es genügend Angebote, die einen Besuch wert wären: Die Katzweilerer Freilichtspiele beispielsweise starten heute Nachmittag mit ihrem Kinderstück „Emil und die Detektive“ in die Sommersaison. Dem rührigen Verein ist eine trockene und gut besuchte Premiere zu wünschen. Denn groß sind im Vorstand die Befürchtungen, dass die Baustelle, die schon längst fertig sein sollte und ab Montag ausgerechnet zum Saisonstart eine Vollsperrung der Zufahrt an der Schafmühle nach sich zieht, in den nächsten Wochen nicht wenige Besucher kosten könnte. Die vorgesehene Umleitung über Wirtschaftswege sei auch für Busse problemlos zu bewältigen, versichert zumindest Bürgermeister Harald Westrich. Wollen wir’s mal glauben! Dass die Verbandsgemeinde allerdings, um umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen zu umgehen, „aus Kostengründen“ darauf verzichtet, an der B270 mit Schildern auf die Umleitungsstrecke hinzuweisen und dies lieber dem Verein selbst überlässt, verwundert dann doch sehr. Schließlich gibt’s jenseits der Bahnstrecke nicht nur die Freilichtbühne, sondern auch die Lautertalhalle, einen Sportplatz, ein Restaurant und nicht zuletzt die Annexe Schafmühle, in der Bürger dieser Verbandsgemeinde leben. Sollen deren Bewohner auch selbst Schilder aufstellen, damit der auswärtige Besucher sie findet? Auch ein paar Dörfer weiter – in Olsbrücken – gibt es Entscheidungen, die nicht unbedingt auf den ersten Blick einleuchten: In der stark vom Durchgangsverkehr belasteten Lautertalgemeinde soll bekanntlich in den nächsten Jahren eine Umgehungsstraße gebaut werden. Während Kritiker etwa vom BUND massive Eingriffe in die Natur befürchten und auch in den Nachbargemeinden schon manche Skepsis laut wurde, trifft das Projekt – zumindest nach Aussage des eigens zur Unterstützung gegründeten „unpolitischen Arbeitskreises“ – im Ort selbst auf 95-prozentige Zustimmung. So weit, so gut! Doch der Arbeitskreis selbst sorgt nun für Irritationen, dürfen in ihm doch nur „normale“ Bürger, aber keine örtlichen Kommunalpolitiker mitmischen, um – so die Idee - die Initiative frei von Parteipolitik zu halten. Nur: Wenn sich im Dorf in Sachen Umgehung doch alle so einig sind, wo ist dann das Problem? Wieso dürfen Ratsmitglieder, die sich über viele Jahre für das Straßenbauprojekt eingesetzt und sogar Resolutionen pro Umgehung verabschiedet haben, nicht ebenfalls mitmachen? Und ganz am Rande: Was ist eigentlich mit dem Herrn Ortsbürgermeister, der im Gegensatz zu den Ratskollegen sehr wohl im Arbeitskreis eine Stimme hat? Ist Peter Hesch denn kein Kommunalpolitiker? Setzt der CDU-Politiker flugs den Bürgermeisterhut ab und das Mützchen des Normalbürgers auf, wenn er in den Arbeitskreis geht? Fragen über Fragen. Vielleicht setzt sich der „unpolitische Arbeitskreis“, der zur Unterstützung seines Anliegens auch schon mal Abgeordnete einlädt und damit jenseits der Ortsgrenzen durchaus die Nähe zur Politik sucht, bei Gelegenheit mal damit auseinander. Dem Zusammenhalt im Dorf wurde es sicher nicht schaden, wenn mitmachen dürfte, wer mitmachen will.

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