Kreis Kaiserslautern
Der Eichenprozessionsspinner bereitet bisher im Landkreis kaum Probleme
„Wir bekommen regelmäßig Informationen von Bürgern, die Eichenprozessionsspinner entdeckt haben“, sagt Heiko Westrich, Leiter des Bauamtes der VG Landstuhl. Wirklich größere Problemzonen gebe es jedoch nicht. Zur Sicherheit seien aber am Bärenlochweiher in Kindsbach Warnschilder aufgestellt worden, wenngleich noch keine akute Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner gegeben sei. Um die bisher entdeckten Gespinste kümmere sich der Bauhof. Mit einem Industriestaubsauger würden diese entfernt.
„Wenn Meldungen kommen, dann stellen wir Schilder auf“, erläutert der Bürgermeister der VG Ramstein-Miesenbach, Ralf Hechler. Gegebenenfalls werde auch der betroffene Bereich gesperrt. Problematisch sei die Situation nicht. Allerdings rät Hechler vor allem Hundehaltern, gerade dort aufzupassen, wo Hinweisschilder vor dem Eichenprozessionsspinner warnen. Denn wenn der Vierbeiner ein solches Gespinst ins Maul bekommt, könne das tödlich für ihn enden. Vorsorglich habe die VG Bäume an aus den Vorjahren bekannten Problemstellen mit einem biologischen Abwehrmittel gegen den Eichenprozessionsspinner behandelt. Das habe offenbar gewirkt. Die Tiere seien an diesen Stellen zumindest bislang nicht aufgetreten.
Ebenso hat es die VG Bruchmühlbach-Miesau gehandhabt. Auch hier wurde an bekannten Problemstellen – wie im Miesauer Freibad – ein biologisches Mittel vorab eingesetzt, berichtet Bürgermeister Erik Emich. Der Eichenprozessionsspinner habe sich an diesen Stellen nicht blicken lassen. Nur in Lambsborn sei ein Gespinst an einem Baum entdeckt worden. Die Lage in der VG beschreibt Emich mit einem Wort: „Entspannt.“
„Wir haben alle bekannten Orte vorgespritzt“, verweist auch der zuständige Mitarbeiter in der VG Weilerbach, Michael Schmitt, darauf, dass die Problemzonen vorab gegen den Eichenprozessionsspinner geschützt wurden. Dennoch: „An jedem Tag gibt es Meldungen.“ Eine Spezialfirma werde dann sofort informiert und beseitige das jeweilige Gespinst.
„Bisher ist keine Meldung eingegangen“, spricht Erster Beigeordneter Jürgen Wenzel die aktuell völlig unproblematische Situation in der VG Enkenbach-Alsenborn an. Sollte sich das ändern, sei man aber gewappnet. Sollte der Eichenprozessionsspinner an Stellen auftauchen, an denen normalerweise viele Menschen unterwegs sind – beispielsweise Spielplätze oder auch beliebte Wanderwege –, werde eine Spezialfirma mit der Beseitigung beauftragt.
„Das ist bei weitem nicht so schlimm wie in den vergangenen beiden Jahren“, sagt der Bürgermeister der VG Otterbach-Otterberg, Harald Westrich, zum Eichenprozessionsspinner. Dennoch seien bereits Vorkommen an 100 Bäumen verteilt auf fast jede Gemeinde gemeldet worden. An gut frequentierten Plätzen wie Friedhöfen und Spielplätzen seien die Tiere bereits durch Spezialisten beseitigt worden – nun werde das auch andernorts durchgeführt. Das Problem werde im Auge behalten.
Wer Eichenprozessionsspinner entdeckt, sollte telefonisch die jeweilige Verbandsgemeindeverwaltung kontaktieren und beschreiben, wo die Tierchen gesichtet wurden.