Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Ausgezeichnete Imker im Landkreis Kaiserslautern

Lothar Marx aus Mittelbrunn hat zwei Goldene Kammermünzen für seine Honige bekommen.
Lothar Marx aus Mittelbrunn hat zwei Goldene Kammermünzen für seine Honige bekommen.

Der Imkerhonig des Jahrgangs 2023 hat in Rheinland-Pfalz Spitzenqualität. Das steht nach der Honigprämierung fest. Sechs Goldpreise gehen in den Landkreis Kaiserslautern. Familie Marx nimmt gleich fünf davon entgegen.

Die Honigprämierungen des Imkerverbandes Rheinland-Pfalz und der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sind seit Jahren der Glanzpunkt nach der erfolgten Honigernte. Imker, die einem Verein angehören, sind dabei aufgerufen, ihren Honig einer Prüfungskommission zur Bewertung vorzustellen. Es geht um Geruch, Geschmack, Wassergehalt und um die Invertase, also um das Enzym, das die Bienen dem Honig mitgegeben haben. Dieses Enzym ist ziemlich hitzeanfällig. Eine hohe Invertaseaktivität zeigt an, dass der Honig schonend geerntet und verarbeitet wurde.

Marx ist immer dabei

Es geht aber auch um die äußeren Kriterien, die der Honigkunde an das Glas stellt – also um Aufmachung, Sauberkeit und Zustand des Inhaltes. Laut des Imkerverbands hat die alljährliche Prämierung zum Ziel, die Erzeugung qualitativ herausragender Bienenhonige und auch deren Absatz zu fördern. Schon wenn das Etikett nicht akkurat auf dem Honigglas klebt, gibt es Abstriche bei der Bewertung, eine Goldmedaille ist bei solchen Formfehlern kaum zu holen. Das heißt im Umkehrschluss: Silber oder Bronze zieren ebenfalls absolute Spitzenhonige. Viele Imker nehmen an solchen Prämierungen vielleicht erst gar nicht teil, weil sie die Bedingung noch mindestens 20 Kilo vom eingereichten Honig zu besitzen, gar nicht erfüllen. Auch hier gilt: Dennoch kann auch deren Imkerhonig absolut spitze sein.

Seit es die Prämierung im Landesverband gibt, taucht ein Name immer wieder ganz vorne auf: Lothar Marx. Der 87-jährige Mittelbrunner ist seit 1967 Mitglied im Imkerverein Landstuhl und Umgebung und imkert längst zusammen mit seinem Sohn Karl-Heinz und seinem Enkel Christian. Alle drei sind immer mit dabei, wenn die offizielle süße Prüfung ansteht – und sie sind immer unter den Goldträgern.

107 Honige angemeldet

„Wir imkern, weil es uns Spaß macht. Es ist Teamarbeit von Vater, Sohn und Enkel. Die Prämierung ist uns wichtig, weil wir so den Wert unseres Honigs bestätigt bekommen und in der Analyse die Reinheit dieses Produktes nachweisen können. Imkerhonig ist und bleibt ein Stück Natur, ein Stück unserer Heimat“, sagt Lothar Marx. Auch in diesem Jahr wurde er wieder mit zwei Goldenen Kammermünzen ausgezeichnet. Sein Sohn Karl-Heinz erhielt ebenfalls zwei Goldene und Enkel Christian einmal Gold und einmal Silber.

Beim Verband und der Kammer waren in diesem Jahr 107 Honige von 63 Imkerinnen und Imkern angemeldet worden. 50 Goldmedaillen, 34 Silber- und fünf Bronzemedaillen wurden erzielt. Thomas Hock, Vorsitzender des Imkerverbands Rheinland-Pfalz, wies im Zusammenhang mit der Honigprämierung auf die vielen ausländischen, teils gepanschten Honige in den Supermarktregalen hin. Er hob den großen Stellenwert der Imkerei in Rheinland-Pfalz hervor und betonte, dass Qualität auch ihren Preis habe.

Gold, Silber und Bronze

Im Landkreis Kaiserslautern erhielt neben der Familie Marx auch Imker Uli Utzinger aus Linden eine Goldmedaille für seinen eingereichten Honig. Silber nahm Erwin Wirth aus Frankelbach entgegen. Weitere Silbermünzen gingen an den Imkerverein Landstuhl und Umgebung sowie an dessen Imkerin Rita Schlosser aus Eulenbis und Clemens Backe aus Kindsbach. Der Honig von Eckhard Richter aus Niedermohr wurde mit der Bronzenen Kammermünze ausgezeichnet.

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