Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Auf Einheitsgrau folgt Schmuddelwetter

Die Blätter sind gefallen: Nass und kalt zeigte sich der November vor allem zum Monatsende.
Die Blätter sind gefallen: Nass und kalt zeigte sich der November vor allem zum Monatsende.

Das Wetter in der Region: Im November hüllten uns Wolken und Nebel immer häufiger in dichtes Einheitsgrau. Im Schlussabschnitt rieselten die ersten Schneeflocken. Im Dezember setzt sich überwiegend nass-kaltes Schmuddelwetter mit Regen oder Schnee(regen) durch.

Nach unbeständigem Novemberbeginn mit zeitweiligen Regenfällen oder Schauern, setzten sich freundliche und ruhige Phasen mit einigen „goldenen“ Sonnenstrahlen durch. Nachts sanken die Temperaturen unterm Sternenhimmel in den leichten Frostbereich. Dächer und Wiesen wurden teilweise von einer weißen Reifschicht überzogen. Im Mittelabschnitt gewannen tiefhängende Wolken und Nebel immer mehr die Oberhand und sorgten zunehmend für herbstliche Tristesse. Vom 12. bis zum 19. November schien so gut wie keine Sonne. Aus dem dichten Einheitsgrau tröpfelte oder nieselte es hin und wieder. Im Schlussabschnitt gab es nach sonnigen Impressionen den ersten frühwinterlichen Einbruch. Feuchte Polarluft brachte zumindest in höheren Lagen der Westpfalz Flockenwirbel und streckenweise Glätte. In tieferen Lagen blieb es meist bei Regen oder Schneeregen.

Kälter als sonst

Das Mittel der Lufttemperatur lag im November mit vier Grad Celsius um 1,4 Grad unter dem langjährigen Durchschnittswert der letzten 25 Jahre. Der tiefste Wert mit frostigen -3,2 Grad resultierte am 29. Der höchste Wert dieses Monats wurde am ersten mit milden 12,3 Grad verzeichnet. Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei mageren 69,3 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht 82,8 Prozent des langjährigen Monatsmittels. In Martinshöhe fielen im vergangenen Monat 49,1 Liter pro Quadratmeter, in Morlautern nur 42,3 und in Landstuhl 64. Der Niederschlag konzentrierte sich auf 17 Tage. An sechs Tagen trat Schneefall, Schneeregen oder Graupel auf. Zu insgesamt 82,8 Prozent war der Himmel während dieses Monats von Wolken überzogen (etwas mehr als normal). Die Sonnenscheindauer erreichte 55 Stunden. Das entspricht 105,2 Prozent des langjährigen Mittels. Durchschnittlich schien sie an jedem Tag etwa eine Stunde und 50 Minuten.

Mit Glätte rechnen

Tiefdruckgebiete und Zwischenhochkeile wechseln sich bis zu Beginn der neuen Woche in rascher Folge miteinander ab. Vom Atlantik und den Britischen Inseln überqueren uns dabei in bestimmten Intervallen Schlechtwettergebiete. Mal wird nass-kalte, mal etwas mildere Luft nach Mitteleuropa transportiert. Dabei fällt teils Regen oder Sprühregen, teils Schnee oder Schneeregen. Dazwischen gibt es kurze Beruhigungsabschnitte mit kleineren Aufheiterungen. Zeitweise bläst ein starker Südwest- bis Westwind mit stürmischen Böen. Besonders in den höheren Lagen der Westpfalz sowie im Pfälzerwald könnte die Landschaft phasenweise ein winterliches Kleid tragen. Die Temperaturen bewegen sich tagsüber in den kälteren Abschnitten zwischen null und vier Grad, in den milderen Abschnitten zwischen vier und neun Grad. Leichte Frostgefahr besteht vor allem nachts, wenn der Himmel mal aufreißt. Mit Glätte auf Straßen und Gehwegen muss gerechnet werden.

Bis Mitte nächster Woche bauen sich vermutlich beständigere Hochdruckzonen auf. Es stellt sich eine Mischung aus Wolken, Nebel und vielleicht auch einigen sonnigen Impressionen ein. Die Tagestemperaturen bewegen sich im mäßig-kalten Bereich zwischen ein und sechs Grad. Nachts treten vor allem dann Fröste auf, wenn sich für längere Zeit die Sterne zeigen. Im Mittelabschnitt gelangen wir voraussichtlich auf die Vorderseite eines umfangreichen Tiefs über dem Atlantik. Von Süden weht also mildere Luft nach Deutschland. Möglicherweise klettern die Temperaturen dann auf Werte zwischen sechs und zehn Grad. Die Nachtfrostgefahr scheint vorläufig gebannt zu sein. Schwache Störungsausläufer mit kleineren Regenfällen oder örtlichen Schauern drücken das Temperaturniveau in der zweiten Monatshälfte wieder etwas nach unten.

Mehr Niederschläge

Kurz vor Weihnachten scheint mehr Bewegung ins Wettergeschehen zu kommen. Vom Nordatlantik Richtung Skandinavien und Baltikum ziehende Tiefdruckgebiete zapfen Polarluft an, so dass Niederschläge wieder häufiger auftreten und sich besonders in höheren Lagen mit Schnee oder Graupel vermischen. Die Temperaturen passen sich in etwa der Jahreszeit an. Nachts muss mit leichten Frösten gerechnet werden. Nach Zwischenhocheinfluss in Verbindung mit freundlichen Lichtblicken an den Feiertagen nimmt zum Jahresausklang die Unbeständigkeit wahrscheinlich wieder zu. Von den Britischen Inseln heranrückende Schlechtwettergebiete bringen neuen Regen und Wind. In der Übergangsphase von der kälteren zur milderen Luftmasse kann es vorübergehend bis in tiefere Lagen schneien. Demzufolge droht kurzzeitig die Gefahr von Glätte. Durchwachsen und zunächst noch mild geht es dann ins Jahr 2022.

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