Kreis Germersheim Zwölf Bewohner von Brand betroffen
Kurz nach 16 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Germersheim über einen Dachstuhlbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Theodor-Heuss-Straße informiert. Kurz nach 17 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. 12 Personen können vorerst nicht in ihre Wohnungen zurück. Die Feuerwehren Germersheim, Lingenfeld-Westheim und die Daimler Werksfeuerwehr waren im Einsatz. Zuerst quillt grau-brauner Rauch unter den Ziegeln des Dachstuhls in der Theodor-Heuss-Straße hervor. Die Feuerwehrmänner aus Germersheim bekämpfen das Feuer von innen unter dem Dachstuhl. Das Feuer breitet sich immer weiter aus und springt auf den Dachstuhl des Hauses 45 über. Als es unter dem Dach zu heiß wird, übernehmen die Feuerwehrmänner auf den Drehleiterwagen aus Germersheim und der Daimler-Werksfeuerwehr. Die Männer im Haus ziehen sich zurück. Großflächig wird das Dach der Häuser 45 und 47 mit Löschwasser aus zwei Rohren bespritzt. Durchschnittlich 500 Liter Wasser pro Minute prasseln aus den zwei Körben auf das Dach und das Feuer. Das viele Wasser zeigt langsam Wirkung. Wieder wird auch aus dem Inneren des Hauses gegen die Flammen angekämpft. Kurz nach 17 Uhr scheint das Feuer unter Kontrolle zu sein, doch gelöscht ist es noch länger nicht. Erst um 17.58 Uhr wird „Feuer aus“ gemeldet. Die zwölf Bewohner des Dachgeschosses beider Häuser dürfen erst einmal nicht zurück in ihre Wohnungen. Zentimeter hoch steht darin Wasser. Bausachverständige müssen erst die Sicherheit der betroffenen Gebäudeteile prüfen, bevor die Wohnungen freigegeben werden können. Die Stadtverwaltung war mit mehreren Mitarbeitern vor Ort und organisierte einen Treffpunkt am Parkplatz des Penny-Marktes und bot Notunterkünfte an. Laut Bürgermeister Marcus Schaile kommen alle jedoch bei Verwandten und Freunden unter. Sowohl Brandursache als auch die Höhe des entstandenen Schadens waren gestern Abend nicht zu ermitteln. Während die Kripo bereits gestern Abend erste Ermittlungen aufgenommen hat, wird ein Brandsachverständiger die Ursache klären müssen. Die Feuerwehren waren mit 15 Fahrzeugen und 50 Einsatzkräften vor Ort. Auch das Rote Kreuz, das die Bewohner des Hauses betreute, war mit sechs Fahrzeugen und vielen Helfern im Einsatz.