Kreis Germersheim Zur Sache: Auf direktem Weg nach KA-City

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Die Stadtbahn zwischen Karlsruhe, Wörth und Germersheim wurde im Dezember 2010 eröffnet. Sie besteht aus den Linien S 51 und S 52: Beide Linien verlaufen zwischen Germersheim und Wörth gleich, auf Karlsruher Seite fährt die S 51 über Knielingen, Mühlburg, Karlsruhe West und den Albtalbahnhof zum Karlsruher Bahnhofsvorplatz. Dagegen biegt die S 52 über eine Verbindungsrampe bei Knielingen ins Karlsruher Straßenbahnnetz ab und fährt dann – wie die Linie S 5 nach Wörth-Dorschberg – durch Karlsruhe zum Marktplatz. Für den Stadtbahnbetrieb wurde die Strecke Wörth-Germersheim elektrifiziert und mit neuer Signaltechnik ausgestattet. Die Bahnhöfe bekamen neue Bahnsteige. Außerdem wurden 6 neue Haltepunkte errichtet: Germersheim Mitte/Rhein, Germersheim Süd/Nolte, Bellheim Am Mühlbuckel, Rülzheim Freizeitzentrum, Rheinzabern Rappengasse, Rheinzabern Alte Römerstraße. Wörth Zügelstraße als 7. Haltepunkt ging im Dezember 2011 in Betrieb. Die neuen Bahnsteige wurden so gebaut, dass mit modernen Stadtbahnfahrzeugen ein stufenfreier Einstieg ins Fahrzeug möglich ist. Die Bauarbeiten begannen Mitte 2009, seit 5. Juli 2010 war die Strecke zwischen Wörth und Germersheim bis zur Stadtbahneröffnung voll gesperrt, in dieser Zeit wurden die Bahnsteige umgebaut. Gleichzeitig wurde in Wörth Bahndamm vom Altort abgerückt, um Platz für eine neue Straße zu schaffen, damit drei Bahnübergänge verschwinden konnten. 55 Millionen für Stadtbahn Mit der Stadtbahn entstanden Direktverbindungen in die Karlsruher Innenstadt. Außerdem wurde der vorherige Stundentakt durch einige zusätzliche Fahrten montags bis freitags im Frühverkehr sowie nachmittags ergänzt, sodass nachmittags die Stadtbahn zweimal pro Stunde fährt. Die Defizite für diese nachmittäglichen acht Fahrtenpaare – rund 760.000 Euro im Jahr – zahlten bis 2015 zu einem Drittel der Kreis und zu zwei Drittel die Anliegergemeinden, danach übernahm der für den Schienenverkehr in der Pfalz zuständige Zweckverband diese Defizite. Einen in Aussicht gestellten durchgehenden Halbstundentakt gibt es bisher nicht. Am Wochenende haben sich die Anschlüsse verschlechtert. Der Bau der Stadtbahn und die Beschaffung der Stadtbahnwagen kosteten rund 55 Millionen Euro, finanziert von Bund, Ländern und Kommunen. 2006 wurde die S-Bahn Rhein-Neckar von Speyer nach Germersheim verlängert, seitdem muss in Germersheim umgestiegen werden – mit einzelnen Ausnahmen. Vorher fuhren alle Züge von Wörth bis Speyer durch, vor der Inbetriebnahme der S-Bahn im Jahr 2003 sogar bis Ludwigshafen. Wegen der Umsteigesituation in Germersheim, Verspätungen und Zugausfällen stand die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft als Betreiberin der Stadtbahn wiederholt in der Kritik.

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