Kreis Germersheim
Wochen-Spitzen
BI Gefahrstofflager: Ein Kampf gegen Windmühlen
Die BI „Kein Gefahrstofflager im US-Depot“ verfolgt seit mehreren Jahren das hehre Ziel, die Bevölkerung vor einem möglichen Schaden zu bewahren, der sich durch einen Unfall mit großen Mengen Giftstoff ereignen kann. Grund ist die Erweiterung des Gefahrstofflagers von 70 auf 1900 Tonnen. Der Vorsitzende der BI, Dietmar Bytzek, und seine Mitstreiter klagten und klagen dabei vor Verwaltungsgerichten und deren Instanzen, ohne bisher jedoch erfolgreich gewesen zu sein.
Nun haben die Mitglieder der BI Geld in die Hand genommen und rund 17.000 Postkarten an Haushalte in Germersheim, Westheim und Lingenfeld sowie Nachbarorte verteilt, mit dem Ziel, dass diese unterschrieben zurückgesendet werden und der Landrat damit aufgefordert wird, einen Katastrophenschutzplan für den Fall der Fälle zu erstellen. Und der sollte eigentlich vergangenes Jahr vorgelegt werden.
Doch die Zahl der Postkarten-Rückläufer ist mit Verlaub sehr dürftig. Gerade einmal 787 Karten von 17.000 kamen zurück. Und das während der Corona-Pandemie, wo viele Zuhause sind. Da muss die Frage erlaubt sein, welchen Rückhalt die BI und ihre Sache hat? Es scheint gar, dass Bytzek und seine Mitstreiter einen Kampf gegen Windmühlen aufgenommen haben, der nicht zu gewinnen ist und den vielleichtder größte Teil der Bevölkerung nicht interessiert – bis eventuell wirklich etwas passiert. Und das will doch keiner hoffen, nur um am Ende zu sagen – „wir hatten das ja schon immer gesagt“. So bleibt der Kampf der BI gegen Staat, Militär und Bürokratie, den der Großteil der Bevölkerung achselzuckend hinnimmt und gar ignoriert.
Wechselunterricht: Ein dickes Brett zu bohren
Die Öffnung oder Schließung von Kitas und Schulen sind ein dickes Brett, das Bund und Länder am Dienstag mal wieder zu bohren hatten. Heraus kam: Die Schulen bleiben bis Mitte Februar zu. Kaum verlautbart von der Kanzlerin, scherten da schon einige Länderchefs aus und kochten ihr eigens Süppchen. Für die Grundschüler soll es auch hierzulande schon am 1. Februar wieder losgehen, mit Wechselunterricht, also geteilten Klassen. Zu dem müssen aber die Schüler nicht erscheinen, denn die Präsenzpflicht ist ausgesetzt. Das führt jetzt dazu, dass Schulen einzeln abfragen, wer zum Unterricht kommt und wer nicht. Das dicke Brett wird den Schulen vor die Füße geworfen. Können die ja weiter bohren.
Schönes homeschoolingfreies Wochenende wünschen Ralf Wittenmeier und Natascha Ruske